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29.06.2009

Faszination Feuer

Neuburg Kontrastreicher hätte die Sonderveranstaltung "Tanz, Musik- und Feuerzauber" zum 20. Schlossfest nicht sein können: Rund 2000 Zuschauer staunten über Feuerschlucker, wirbelnde Fackeln, Feuerstäbe, brennende Ketten und das alles zu fetziger mittelalterlicher Musik. Mit orientalischen Tänzen und Klängen wehte zudem ein Hauch des Fernen Ostens durch den Renaissance-Schlosshof.

Hofnarr Lutzelot war der Moderator des Abends und führte das Publikum von den Arkaden herab durch die ausverkaufte Vorstellung. Gleich zu Beginn forderte er von den Besuchern Handgeklapper, kräftige "Jungpfalz Vivat hoch"-Rufe ehe es mit dem voll gepackten Programm losging: Angesagt waren "Zackenflanke" aus Ehekirchen und Ingolstadt, "Osmanicae" aus der Ottheinrichstadt und das Feuer-Tanz-Artistik-Duo "Spiral Fire" aus Naumburg.

Von Hofnarr Lutzelot gab es außerdem eine kleine Zeitreise durch das Schlossfest. "Die Initialzündung für das Schlossfest, wie es seit 1976 gefeiert wird, gab der Verkehrsverein 'Freunde der Stadt Neuburg', der sich damals neu gründete". Untrennbar mit diesem Fest verbunden sind die Namen des verstorbenen Ehrenbürgers Matthias Schieber und immer noch aktiven Saunameisters Fritz Seebauer. Lutzelot dankte auch dem langjährigen Marktvogt Rudi Niessner (bis 2004) und seinem Nachfolger Friedhelm Lahn. Er verlegte nach seinem Amtsantritt das Feuerwerk erstmals auf einen Sonntag. "Die Wirte küssen ihm dafür heute noch die Füße".

Es folgte eine Liste vieler Vereine und Gruppen, die von Anfang an mit dabei waren. Ein Extrakompliment zollte der Hofnarr den schönen Neuburger Frauen in ihren festlichen Gewändern. Dann hieß es Bühne frei für "Spiral Firie": Iris Knipper und Mic Bosold verwandelten den Schlosshof mit wilden Feuerschweifen in eine Welt aus Licht und Schatten. Feuerfächer, Stabkreiseljonglage, Hula-Hoop mit brennendem Reifen, feuriges Springseil und zum Finale erleuchtete den Schlosshof ein Feuerwerk.

Faszination Feuer

Weiter entführte "Osmanicae" die Zuschauer in eine orientalische Reise. Mit Schleiern, Leuchtern, Feuer und Zimbeln versprühte die Gruppe mit ihren Tänzen und ihren tollen Kostümen eine ansprechende Wirkung. Untermalt wurden die Aufführungen von Livemusik.

Die sechsköpfige Band "Zackenflanke" brachte die Bühne mit ihren drei Trommlern schließlich zum Beben. Angelehnt an die Musik der Vagabunden des Mittelalters interpretierte "Zackenflanke" ihre Aufführungen auf lautstarke moderne Art. Mittels Dudelsäcke, Saiteninstrumente, Drehleier und virtuoser Perkussion gab es von ihnen kurz vor Mitternacht mitreißende und mystische Klänge. Allerdings verfolgten die nur noch etwa die Hälfte der Zuschauer, die zu Beginn da waren. Der Rest verließ den Schlosshof vorzeitig und tauchte in das nächtliche Schlossfesttreiben ein.

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