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03.06.2009

Feinschmeckermesse macht 30 000 Euro Defizit

Neuburg-Schrobenhausen Über 60 000 Euro hat der Kreisausschuss insgesamt in seiner jüngsten Sitzung an Zuschüssen verteilt. Der mit 40 000 Euro größte Betrag geht dabei an die Arbeitsgruppe Altbayerische Donaumoos, die sich um das Regionalmanagement für das EU-Förderprogramm Leader in Eler kümmert. Ihr entstehen jährlich Kosten in Höhe von 165 000 Euro für zwei Vollzeit- und eine Teilzeitkraft, Projekte und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Kosten werden zur Hälfte aus europäischen Fördermitteln bezahlt, den Rest müssen sich die Kommunen nach der Zahl ihrer Einwohner teilen. Nachdem eine Reihe von Projekten auch den Landkreis betreffen, übernimmt dieser wiederum die Hälfte der Kosten. Und das sind 40 000 Euro.

Spargelerzeuger bekommen 6000 Euro

Auch die Spargelerzeuger erhalten einen Zuschuss. 6000 Euro bekommen sie aus der Landkreiskasse für ihr Marketing. Begründet wurde der Förderbetrag damit, dass die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Schrobenhausener Spargels erheblich sei: 200 Anbaubetriebe erwirtschaften auf einer Gesamtfläche von 800 Hektar Spargel im Wert von über 20 Millionen Euro. Um das Edelgemüse zu vermarkten, werden jährlich rund 23 000 Euro für Marketing-Projekte ausgegeben.

Während sich die Kreisräte bis zu diesem Punkt einig waren, gab es beim Zuschussantrag für die Feinschmeckermesse erste Bedenken. Mit 10 000 Euro wollte die Stadt Neuburg ursprünglich die Messe bezuschussen, doch das wird jetzt vermutlich nicht reichen: Ein dickes Minus von knapp 30 000 Euro steht nach dem Kassensturz unterm Strich. Jetzt soll der Landkreis finanziell unterstützen. Das passende Argument brachte OB Bernhard Gmehling: Die Feinschmeckermesse sei schließlich keine explizite Ausstellung der Stadt gewesen. Vielmehr seien auch viele Veranstalter aus dem Landkreis gekommen. Darüber hinaus habe der Landkreis 2004 auch die Feinschmeckermesse in Schrobenhausen mit 1000 Euro bezuschusst.

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Dafür zeigte Kreisrat Anton Krammer (SPD) allerdings wenig Verständnis. Er sehe nicht ein, für so was Geld auszugeben, wenn auf der anderen Seite bei Kindern aus Hartz-IV-Familien, die einen Zuschuss zum Schulanfang benötigen, wegen 2000 Euro debattiert werde. Mit drei Gegenstimmen entschied sich der Kreisausschuss letztlich, 5000 Euro zuzuschießen. Um das Defizit für die nächste Feinschmeckermesse in zwei Jahren geringer zu halten, stellte OB Gmehling Standgebühren und Eintrittspreise in Aussicht.

Weitere 1500 Euro Zuschuss bekommen die Wirtschaftsjunioren für die Kleine Landeskonferenz, die im Oktober in Neuburg stattfindet. Auch der Historische Verein bekommt für das Weveldhaus einen Förderbetrag von 7500 Euro. In den dortigen Kellerräumen werden die Themen "Stadt am Fluss", "Wasser ist Leben" und "Mythos einer Stadt" darstellt. "Das ist vor allem für Schulklassen eine sehr sehenswerte Ausstellung", betonte OB Gmehling.

Strom für Afrika: Photovoltaikanlage in Uganda

Auch ein Projekt in Afrika wird vom Landkreis unterstützt. Die Diözese Augsburg will in Kampala (Uganda) eine Photovoltaikanlage errichten, die Strom für ein Wallfahrtszentrum liefern soll, in dem unter anderem Aids-Waisen betreut werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6800 Euro. Während Ehekirchens ehemaliger Bürgermeister Heinrich Schmalbach dafür plädierte, 3000 Euro zu überweisen, hielt Michael Kettner 1000 Euro für angemessen. Die Kreisräte einigten sich letztlich auf 1700 Euro.

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