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Neuburg an der Donau

18.01.2019

Fledermäuse verhindern Projekt Am Stadtgraben nicht

Hinter diesem Tor Am Stadtgraben zwischen Oberem Tor und Oberen Brandl befindet sich das Grundstück, auf dem ein Doppelhaus mit acht Stellplätzen entstehen soll.  
Bild: Manfred Rinke

Bei Überprüfung wurden weder im Stadel noch im Eiskeller Tiere gegistriert. Bedenken gegen den Bau eines Doppelhauses in dem sensiblen Ensemble gibt es trotzdem. 

Der Bau eines geplanten, seit langem diskutierten Doppelhauses mit acht Stellplätzen Am Stadtgraben bei der Stadtmauer zwischen Oberem Tor und Oberen Brandl wird zumindest nicht daran scheitern, dass sich Fledermäuse im Stadel oder im Eiskeller aufhalten.

In der vorgezogenen Trägeranhörung war seitens der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) eine Forderung nach einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung etwaiger Fledermausbestände oder -quartiere in dem abzureißenden Stadel eingegangen Diese Untersuchung sollte sowohl Sommer-, als auch Winterquartiere umfassen.

Am Stadtgraben in Neuburg wurde auch ein Fledermausdetektor eingesetzt und Luftaufnahmen gemacht

Im August fand deshalb eine Sichtprüfung des Stadels statt und Anfang November an zwei Abenden Aufnahmen mit einem Fledermausdetektor und gleichzeitig Lautaufnahmen. Dabei konnten keine Fledermausvorkommen im Stadel und im alten Eiskeller registriert werden, heißt es im Bericht, der im Bauausschuss verlesen wurde. Das Bauleitplanverfahren konnte demzufolge ohne Änderungen in der Planung in die öffentliche Auslegung gehen. Die ist mittlerweile angelaufen und dauert noch bis 8. Februar. Das Gutachten liegt den Anhörunterlagen bei.

Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor große Bedenken wegen der Bebauung. So positioniert sich etwa das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege klar gegen den Abriss des alten Stadels und der Verfüllung des historischen Eiskellers. Weil es sich um einen sensiblen Bereich handle, sei aus denkmalfachlicher Sicht eine Bebauung des verfüllten Stadtgrabens in jeglicher Form abzulehnen. Zahlreiche Reste der historischen Stadtmauer seien dort noch erhalten. Die Denkmalschützer empfehlen daher eine Umplanung des Vorhabens an einen anderen Standort, weg vom Stadtgraben, zu prüfen.

Sollte nach Abwägung aller Belange keine Alternative zum Bau bestehen und sei eine konservatorische Überdeckung des Bodendenkmals nicht möglich, sei als Ersatzmaßnahme eine archäologische Ausgrabung durchzuführen.

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