Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Folgen der Reformation

30.01.2015

Folgen der Reformation

Themenabend in Rain mit dem Historiker Harald Mann

Die erste Veranstaltung in der Reihe „Am Vorabend der Reformation“ fand jetzt in Rain statt. Mitgliedseinrichtungen der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries und der Katholischen Erwachsenenbildung Weißenburg-Gunzenhausen, ebenso wie die beiden evangelischen Bildungswerke in den Landkreisen organisierten einen Themenabend.

Mit den Worten: „Jeder Mensch ist auf der Suche nach dem Heil“, begann der Referent Harald Mann seine Ausführungen. Und mit der Aussage: „Der Ausgangspunkt der Reformation war vor 2000 Jahren“ leitete der Historiker einen Schnellkurs in Kirchengeschichte ein. Die Weltkirche hat sich im Laufe der Jahrhunderte natürlich mit den Menschen, die sie führten, weiter entwickelt und verändert. Mann zeigte auf, dass Luther an der Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit einen entscheidenden Beitrag geleistet hat, und zwar nicht nur in Bezug auf die Reformation und die Veränderungen in der Kirche. Er habe auch viele Bereiche des Lebens revolutioniert. Besonders nachhaltig seien jedoch die kolossalen gesellschaftlichen Veränderungen gewesen, die durch die Kirchenteilung im Laufe der Reformation entstanden.

Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft bestimmte fortan einen Großteil der Lebensbereiche bis hin zum Aufenthaltsort. Dieser Aspekt war auch das zentrale Thema der Ausführungen im Schlussteil. Mit detaillierten Beispielen erläuterte der Referent die Auswirkungen der Reformation ganz konkret im Donau-Ries-Kreis. Er wünschte sich und der Welt, dass sich das Christentum angesichts der Lage in der Welt doch wieder auf seine gemeinsame Wurzel besinnen möge und dass angesichts der Bedrohungen das Streben nach Einheit von den Verantwortlichen umgesetzt werde.

Nach dem Vortrag bestätigte Pfarrer Bernhard Werner, dass von theologischer Seite intensiv daran gearbeitet werde und dass auch schon spürbare Fortschritte erreicht worden seien. In diesem Prozess setzen alle Beteiligten große Hoffnungen auch auf Papst Franziskus. (nr)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren