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Ehekirchen-Nähermittenhausen

28.04.2017

Food Truck: Curry auf Rädern

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3 Bilder
Im Moment steht der Food Truck „Fairella“ noch in Nähermittenhausen. Doch schon bald wird Katrin Appel damit unterwegs sein. Die 24-Jährige isst zwar selbst auch gerne mal Leberkäse und Hendl – trotzdem wird es bei ihr etwas weitaus Exotischeres geben, was gesund ist und satt macht: Curry aus Sri Lanka, verpackt in einem Wrap, zubereitet aus saisonalen, regionalen und fair gehandelten Produkten.
Bild: Dorothee Pfaffel

Die 24-jährige Katrin Appel aus Nähermittenhausen macht sich mit einer innovativen Idee selbstständig: In einem Food Truck will sie den Menschen aus der Region die Küche Sri Lankas näher bringen. Am Sonntag geht es los.

Es handelt sich weder um einen Hendlwagen noch um einen fahrbaren Würstchenstand. Und doch gehört das, was sich in Katrin Appels buntem Transporter verbirgt, in dieselbe Kategorie. Ihr Food Truck, auf dem der Name „Fairella“ prangt, ist quasi die derzeit angesagteste Form einer Imbissbude. Im Anhänger des Trucks befindet sich auf engstem Raum eine hochfunktionale Küche mit Induktionsplatte, Warmhaltegeräten und Kühlschrank. So will die 24-jährige Unternehmerin aus Nähermittenhausen den Menschen aus der Region die Küche Sri Lankas schmackhaft machen. Sonntagnachmittag wird sie ihre exotischen Gerichte zum ersten Mal anbieten – ab 15 Uhr auf dem Sportplatz in Ehekirchen, wo sie schon als kleines Mädchen Fußball gespielt hat.

Als Appel im August 2015 einen Rucksackurlaub in Sri Lanka, einem asiatischen Inselstaat im Indischen Ozean, machte, war sie vom Essen hin und weg. „Ich dachte mir, das muss man unbedingt nach Deutschland holen“, erzählt die 24-Jährige. Auch einen einheimischen Koch hat sie auf ihrer Reise kennengelernt. Allerdings steckte Appel damals noch mitten in ihrem Tourismusmanagement-Studium in Kempten. Im Oktober 2016 schlenderte sie dann – den Abschluss in der Tasche – mit einer Freundin durch den Food Court (die „Restaurant-Zone“) eines Berliner Einkaufszentrums. Da fiel ihr ihr Plan, die singhalesische Küche in ihre Heimat zu bringen, plötzlich wieder ein. Schnell war klar, dass es kein Lokal sein sollte. Im Food Truck könne sie das Reisen mit dem Kochen verbinden, Menschen treffen und flexibel bleiben, erklärt die 24-Jährige. Gastronomie-Erfahrung hat sie bereits bei einem Praktikum in einem Sterne-Restaurant in Regensburg gesammelt.

Also lies Katrin Appel bei einer Firma in Nordrhein-Westfalen einen gebrauchten Transporter umbauen. 45000 Euro musste sie für das Fahrzeug bezahlen, teilweise finanziert durch einen Gründerkredit. Das Design des Trucks entwarf ihr Bruder. Vor Kurzem reiste die 24-Jährige schließlich noch einmal nach Sri Lanka, begleitet von ihrer Mutter. Sie besuchten die Familie des Kochs, den die Nähermittenhausenerin von ihrem ersten Aufenthalt kannte. Beim gemeinsamen Kochen brachten die Einheimischen Katrin Appel original singhalesische Rezepte bei. Drei verschiedene Speisen will die 24-Jährige anfangs in ihrem Truck anbieten, später vielleicht mehr: ein Hähnchen-Curry und ein veganes Kartoffel-Curry, jeweils im Wrap, außerdem eine Apfel-Kokos-Teigtasche. Die beiden Hauptgerichte seien ein bisschen süß, ein bisschen säuerlich und nicht zu scharf, verspricht die Köchin. Alle verwendeten Produkte stammten entweder aus der Region oder seien – wie der Ceylon-Zimt, die Kokosmilch und die Tamarinde – fair gehandelt. Das ist Katrin Appel sehr wichtig, daher kommt auch der Name ihres Unternehmens: „Fairella“ ist eine Kombination aus „fair“ und Cinderella – der Einfall einer Freundin.

Derzeit entsteht im Hof der Appels in Nähermittenhausen eine Produktionsküche. Dort will die 24-Jährige in Zukunft die Vorarbeit erledigen, also zum Beispiel das Gemüse schnippeln. Gekocht wird im Truck selbst. An welchen Standorten es das „Sri Lankan Streetfood“ geben wird, steht noch nicht ganz fest. Auf jeden Fall bei den Neuburger Autotagen am 6. und 7. Mai. Dann wird der Food Truck in der Pferdestraße stehen. Im Gespräch seien außerdem der Eichstätter Wochenmarkt sowie für den Mittagstisch das Gewerbegebiet in Gaimersheim und das Audizentrum in Ingolstadt, sagt die 24-Jährige. Auch auf Streetfood-Festivals will sie fahren. Appel: „Ein bisschen Angst habe ich schon vor dem Risiko. Aber ich wollte mich schon immer selbstständig machen und freue mich voll darauf!“ In den ersten paar Wochen werden noch Freunde und Familie im Truck mithelfen. Doch für danach sucht Katrin Appel Teilzeitkräfte und Minijobber, die kommunikativ sind und Spaß am Essen haben.

www.fairella.de

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