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Neuburg

30.10.2020

Forschung in Ingolstadt: Mit künstlicher Intelligenz den Verkehr steuern?

Auch sämtliche Daten des ÖPNV in Ingolstadt sollen in Echtzeit erfasst werden.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Ein Forschungsprojekt will in Ingolstadt herausfinden, wie man mittels künstlicher Intelligenz den Verkehr steuern kann. Dafür werden die Daten von sämtlichen Verkehrsteilnehmern erfasst. So könnte es klappen.

Wie kann künstliche Intelligenz die Verkehrssteuerung im städtischen Umfeld verbessern? Mit dieser Frage startet das Projekt „Künstliche Intelligenz im Verkehrssystem Ingolstadt“ (KIVI) und will in Pilotanwendungen die Potenziale aufzeigen. Der Ingolstädter Projektansatz ist deutschlandweit bislang einmalig. Sämtliche Daten von Fahrzeugen, des ÖPNV sowie der Fußgänger und Radfahrer sollen in Echtzeit erfasst und genutzt werden.

Ziel von KIVI ist die Optimierung des Verkehrsflusses und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Infrastruktur sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger, Radfahrer, öffentlicher Nahverkehr und Kfz-Verkehr. Dazu werden erstmals unterschiedlichste und teils neuartige Datenquellen, etwa von Fahrzeugflotten, ÖPNV-Fahrzeugen, Fahrradfahrern und lokal erfasster Sensordaten von Fußgängern, mittels Künstlicher Intelligenz (KI) vereint.

In einem zweiten Schritt sollen die Ampeln in Ingolstadt gesteuert werden

In einem zweiten Schritt sollen diese Daten Eingang in die Ampelsteuerung finden, sodass in einem bestimmten Rahmen Freigabezeiten angepasst an das lokal aktuelle Verkehrsaufkommen aller Verkehrsteilnehmer errechnet und fast in Echtzeit umgesetzt werden können.

Das Forschungsprojekt soll unter der Federführung des Amtes für Verkehrsmanagement und Geoinformation der Stadt Ingolstadt im Realbetrieb an zehn Kreuzungen im Verlauf von Heydeckstraße und Goethestraße, von Esplanade bis Römerstraße sowie an der Kreuzung Schillerstraße/Friedrich-Ebert-Straße angewendet und getestet werden.

Das Forschungsprojekt KIVI, in dem neben der Stadt Ingolstadt die Technische Universität München, die Technische Hochschule Ingolstadt, die Artificial Intelligence Network Ingolstadt gGmbH, das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, die GEVAS Software GmbH, TTS und die Volkswagen car.SW Org zusammenarbeiten, hat eine Projektlaufzeit von 36 Monaten und läuft bis Mitte Oktober 2023.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt mit rund 6,9 Millionen Euro. Der auf die Stadt Ingolstadt entfallende Förderanteil beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Mittelfristiges Ziel ist es, die in KIVI entwickelten Optimierungsverfahren bei Erfolg schrittweise im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. (nr)

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