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Sommerfest

26.06.2019

Freie Wähler spüren Aufwind

Die Partei stimmt sich auf die Kommunalwahlen 2020 ein. OB-Kandidat Herold beschwört die Einheit des Landkreises und Landrat von der Grün setzt Themen

Die Freien Wähler (FW) sind im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im steten Aufwind – so der Tenor beim politischen Sommerfest des Kreisverbands in Schrobenhausen: ein Amt als Staatssekretär erobert, den Landratsposten erfolgreich verteidigt und im Kreistag prozentual so stark vertreten wie sonst nirgends in Bayern. Jetzt wollen die „Freien“ alle Kräfte für die nächste Kommunalwahl im März 2020 bündeln.

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Eine große Zahl Aktiver aus dem ganzen Landkreis begrüßte der Schrobenhausener FW-Ortsvorsitzende Harald Reisner im voll besetzten Mühlrieder Sportpark. „Wir sollten bemüht sein, den Rückenwind, den wir zurzeit haben, in die nächsten Wahlen mitzunehmen“, appellierte er. Man sehe deutlich, dass den etablierten Parteien „der Gegenwind gehörig um die Ohren pfeift“.

„Wir müssen unsere Lehren aus der Europawahl ziehen“, mahnte Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und forderte: „Wir müssen liefern!“ Das bedeute für ihn, weiter Sachthemen zu besetzen. Nachdem in den vergangenen Jahren „sehr viel Geld in den Landkreisnorden geflossen“ sei, etwa für den Campus der TH Ingolstadt oder den Neubau der Paul-Winter-Realschule, müssten nun auch die Kreisräte aus dem Landkreisnorden dahinter stehen, dass im Süden kräftig investiert werde. Zwei zentrale Punkte sind für Weigert dabei der Erhalt und die Stärkung des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen und der Bau eines leistungsfähigen Standorts der Landratsamtsaußenstelle in Schrobenhausen. „Wir hätten damals das Krankenhaus Neuburg gekauft“, erinnert Weigert an seine Landratszeit. „Und wenn nicht der Neuburger Oberbürgermeister Bernhard Gmehling gebremst hätte, wären wir jetzt der zweitgrößte und entsprechend starke Klinikbetreiber in der gesamten Region“, beklagte er „vergebene Chancen“.

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FW-Kreisvorsitzender Florian Herold, der 2020 als OB-Kandidat in Neuburg den Amtsinhaber herausfordern wird, betonte die wachsende Einheit des Landkreises. „Es gibt nicht nur Neuburg, auch wenn mancher das in der Stadt so sehen mag. Der Landkreis ist nur stark, wenn auch Schrobenhausen und die Gemeinden stark sind.“ Die Freien Wähler hätten einen entscheidenden Anteil daran, dass der Kreis „immer mehr zusammenrückt“. Im Raum Schrobenhausen, das habe die Landratswahl gezeigt, „ist die CSU schon keine Volkspartei mehr“, zollte Herold den „Freien“ im Süden seine Anerkennung.

Peter von der Grün, der nicht zuletzt wegen der guten Wahlergebnisse im Raum Schrobenhausen den Landratsposten erringen konnte, dankte allen Ortsverbänden „für die großartige Unterstützung“. Er versprach, nach der Einarbeitungsphase die zentralen Themen wie Kreiskrankenhaus oder Landratsamtaußenstelle „weiter auf Spur zu bringen“. Der Kreishaushalt sei schon überraschend einstimmig beschlossen worden. Auch zahlreiche Antrittsbesuche seien schon absolviert.

Natürlich standen nicht nur politische Reden auf dem Programm des Sommerfests. Neben einer kleinen musikalischen Einlage von Sissy Schafferhans und Peter Wiedemann blieb vor allem viel Zeit zum gemeindeübergreifenden Austausch und zum Pläneschmieden. (gsk)

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