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Ingolstadt

20.10.2020

Frisch saniert: So strahlt das Amtsgericht Ingolstadt in neuem Licht

Freuen sich über neue Sitzungssäle (von links): Hans Ruschak, Anna Maria Böswald, Norbert Knoblach und Günter Mayerhöfer.
Bild: Luzia Grasser

Plus Nach mehr als 30 Jahren wurde das Amtsgericht in Ingolstadt saniert. Vor allem im Sommer soll es dort jetzt kühl bleiben. So viel Geld haben die Verantwortlichen in diese Maßnahmen investiert.

Sichtlich wohl fühlt sich der neue Amtsgerichtsdirektor Günter Mayerhöfer im neuen Sitzungssaal. Gerade erst ist er zum Chef der Behörde aufgestiegen, schon kann er vier frisch renovierte Sitzungssäle im Gebäude an der Harderstraße präsentieren. Und das sei dringend nötig gewesen, wie er und Geschäftsstellenleiterin Anna Maria Böswald sowie Projektleiter Hans Ruschak und Norbert Knoblach, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt, betonen. Immerhin liegt die letzte Sanierung des Kaisheimer Hauses – so der historische Name des Gebäudes – bereits mehr als 30 Jahre zurück.

Die letzte Sanierung des Ingolstädter Amtsgerichts liegt lange zurück

Im Jahr 1987 hatte das Amtsgericht das markante Gebäude mitten in der Stadt von der Staatsanwaltschaft übernommen. Damals war renoviert worden, seitdem ist nichts mehr geschehen. „Und das hat man auch optisch gesehen“, so Mayerhöfer. „Die Ausstattung war ordentlich in die Jahre gekommen.“ Die Sitze waren durchgewetzt, die Wände vergilbt, die Tische verkratzt und auch am Teppichboden hatte der Zahn der Zeit genagt.

Doch es sollte nicht bei einer optischen Auffrischung bleiben. Vor allen Dingen in die Technik ist bei der rund 1,3, Millionen Euro teuren Sanierung investiert worden. Denn heiß hergegangen war es in den vergangenen Jahren in den vier Sitzungssälen, in denen Strafprozesse stattfinden, nämlich ziemlich oft.

Sanierung des Amtsgerichts in Ingolstadt: Das soll sich verbessern

Und das ist wörtlich zu nehmen. Denn in den Sommermonaten heizte die Sonne durch die Fensterfront, die nach Süden ausgerichtet ist, die Räume teils unerbittlich auf, so dass mancher Angeklagter wohl doppelt ins Schwitzen gekommen sein dürfte. Dies hatte auch den Anstoß für die Sanierung gegeben, die im Februar, kurz vor der Corona-Zeit, begonnen hatte und pünktlich Ende September abgeschlossen worden ist. Nun gibt es Jalousien und eine ausgefeilte Lüftungstechnik in den vier Sälen. Darüber hinaus gibt es Schallschutzwände und eine neue Beleuchtung mit LED. Beim Mobiliar (Ruschak: „Das ist sehr robust“) musste kaum etwas ausgetauscht werden. Die Tische wurden abgeschliffen und die Stühle neu gepolstert. Hinzu kam ein Parkettboden.

Sämtliche Prozesse, die in den vier Sälen stattgefunden hätten, mussten in den vergangenen Monaten ausgelagert werden. Einige konnten in anderen Räumen des Gebäudes stattfinden, andere wurden ins Landgericht oder in die Gerichtsgebäude an der Schrannenstraße oder der Neubaustraße verlegt.

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