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Neuburg

08.10.2017

Frische Fische fischen

Ab in den Transportbehälter: Gewässerobmann Hans Eser (rechts) und Patrick Rößler beim Umfüllen der "Ernte".
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Ab in den Transportbehälter: Gewässerobmann Hans Eser (rechts) und Patrick Rößler beim Umfüllen der "Ernte".
Bild: Xaver Habermeier

Die Neuburger Fischer keschern aus dem Doferhof-Weiher 250 Kilo Fische.

Herbstzeit ist Erntezeit, und zwar nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser beim Neuburger Fischereiverein. Am Samstag wurde der Weiher am Doferhof zwischen Sehensand und Wagenhofen ausgeräumt und jede Menge Fisch „geerntet“. Über 250 Kilogramm Karpfen, Schleien, Karauschen, Rotaugen und Rotfedern blieben in den Keschern hängen. Der Fang war aber nicht für den Kochtopf bestimmt, sondern wurde in die eigenen Vereinsgewässer eingesetzt.

Alle zwei bis drei Jahre macht sich der Verein die Mühe, den gepachteten Teich abzufischen. Das Gewässer am Waldrand ist mittlerweile verlandet und ringsherum voller Schilf. „Wirtschaftlich ist das nicht, aber immerhin laichen hier die Fische und vergrößern auf natürliche Weise den Bestand“, erklärt der Gewässerobmann Hans Eser. Darüber hinaus würden sich die Ehrenamtlichen laut Eser auf das Abfischen freuen. „Wann sieht man schon einmal so viele Fische auf einmal!“ Bereits etliche Tage vor der Aktion wurde das Wasser langsam abgelassen. Zurück blieb eine dicke Schlammbrühe, in der sich hauptsächlich die Fischerjugend tummeln durfte, um die Fische aus der verbliebenen Flachzone zu keschern.

Unter den heimischen Fischen entdecken die Petrijünger auch wieder Blaubandbärblinge. „Das sind Schädlinge. Der aus dem asiatischen Raum eingeschleppte Exot frisst den Zuchtfischen nicht nur das natürliche Futter weg, er nagt sie auch an“, erklärt Eser. Das Problem mit den nur wenigen Zentimeter kleinen Blaubandbärblingen bekomme man langfristig nur mit Raubfischen oder durch eine Trockenlegung des Weihers in den Griff.

Dass beim Abfischen so viele Ehrenamtliche mit dabei waren, freute insbesondere den Vorsitzenden des Vereins, Josef Hubbauer. Schließlich erleichterte es die Arbeit, wenn die Körbe mit den Fischen von einer Hand in die nächste gereicht werden konnten. Draußen wurden die Fische dann gereinigt, sortiert, abgewogen und schließlich in Spezialbehältern zu den umliegenden Vereinsgewässern transportiert.

Jährlich gibt der Verein über 40000 Euro für Besatzmaßnahmen in Flüssen und Seen aus. Dabei werden auch Fischarten, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen, gesetzt. Damit will der Neuburger Fischereiverein auch seiner Verpflichtung als Umweltträger der Stadt Neuburg gerecht werden. 2015 hatte der Verein diese Auszeichnung erhalten.

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