Newsticker

Österreich verhängt Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten von 7. Dezember bis 10. Januar
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Frische Fische für die Donau

Neuburg

13.11.2017

Frische Fische für die Donau

Die Fische wurden in Spezialbehälter umgefüllt und mit Hilfe eines THW-Bootes in der Donau verteilt. Mit ausgesetzt wurden quicklebendigen Hechte, die vom Kescher ins Wasser kamen.
Bild: Xaver Habermeier

Tiere im Wert von 30.000 Euro sind im Fluss gelandet. Sorgen bereitet den Fischern die Stauzielerhöhung.

Ab in die Freiheit hieß es am Samstagmittag für Fische mit einem Gesamtgewicht von 3000 Kilogramm. Hechte, Zander, Karpfen, Schleien, Nasen, Barben, Brachsen, Rutten und Nasen tummelten sich in der Donau. Bei der gemeinsamen Besatzaktion entließen Neuburgs Fischereiverein und die Koppelfischer frische Fische im Wert von 30000 Euro. Mit 16000 Euro mitfinanziert wurde die Aktion vom Kraftwerkbetreiber Donau-Wasserkraft (DWK).

Wegen Schäden, die durch die Wasserkraftwerke, den Schwellbetrieb und Turbinenschäden entstehen, steuert der Kraftwerkbetreiber jährlich einen Pflichtbeitrag für Besatzmaßnahmen zu. Und weil der Neuburger Verein seiner Verpflichtung als Umweltpreisträger der Stadt Neuburg gerecht werden will, bestellt er für seine Gewässer dazu. „Insgesamt investieren wir in diesem Jahr 70000 Euro für die Donau, die Bäche und den Seen“, erklärt der Gewässerobmann Johann Eser.

Neben Hecht, Schleien und Karpfen sind es zunehmend Huchen, Sterlets, Nasen, Nerflinge und andere seltene Arten, die auf der sogenannten Roten Liste stehen und eingesetzt werden. Damit leisten die Petrijünger einen Beitrag zum Artenschutz. Die in jüngster Zeit gebauten Fischaufstiegshilfen bewertet Josef Hubbauer, Chef des Fischereivereins Neuburg und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Donaufischer, positiv. Aber die derzeitige Gesamtsituation an der Donau sieht er mit kritischen Augen. „Kommt es zur Stauzielerhöhung in Bergheim und an den Stauwerken donauaufwärts, so befürchten wir enorme Schäden“, sagt er mit Blick auf Kiesbänke und seichte Bereiche, die es dann nicht mehr geben wird. „Damit gehen die Laichmöglichkeiten für einige Arten verloren“. Mit Sorgenfalten blicken die Fischer auch auf den geplanten Nationalpark Donau-Auen.

Die Ängste wurden am Samstag verdrängt, als der Fischzüchter Alfred Stier, mit dem der Neuburger Fischereiverein seit Jahren gute Erfahrung macht, mit seinem Spezialtransporter die Schlösslwiese angesteuert kam. Selten sieht man so viele Fische auf einmal. Deswegen warteten 30 freiwillige Helfer des Fischereivereins und berechtigte Koppelfischer auf das Verteilen. Verteilt wurde der Besatz für die Donau in Neuburg und den Staustufen Bergheim, Bittenbrunn und Bertoldsheim. Mitgeholfen hatte das THW mit einem Boot.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren