1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Führerschein: Der Preis macht den Unterschied

Führerschein: Der Preis macht den Unterschied

Gloria Geißler.jpg
Kommentar Von Gloria Geissler
21.02.2019

Deutsche zahlen mit am meisten für ihren Führerschein. Das hat verschiedene Gründe und jetzt kommt bald noch ein weiterer Kostenfaktor hinzu.

Wer in Deutschland seinen Führerschein macht, muss locker mit 2000 Euro rechnen. Wer in Spanien die Führerscheinprüfung einigermaßen zügig besteht, muss meist kaum die Hälfte hinblättern. Und in Rumänien noch einmal weniger. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass es in den meisten anderen Ländern kein Minimum an Theorie- und Fahrstunden gibt. In Deutschland hingegen schon. Insgesamt müssen es mindestens 30 sein, bevor die Prüfung abgelegt werden kann, inklusive zwölf Sonderfahrten wie Nacht- oder Autobahnfahrten.

Eine solide Voraussetzung für ein fehlerfreies Bestehen könnte man meinen. Doch nix da! Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes sind die Durchfallquoten bei den Theorieprüfungen zum fünften Mal in Folge gestiegen. Und auch in der praktischen Prüfung sieht es mit dem Bestehen nicht viel besser aus. Kein Wunder, denn die Theorieprüfung wurde mit den Jahren immer umfangreicher und in der Praxis kam mit dem steigenden Verkehrsaufkommen ein wesentlicher Schwierigkeitsaspekt dazu. Oder ist es reine Geldmacherei, wie böse Zungen behaupten?

Ein Trost: Die Führerscheinprüfung kann beliebig oft wiederholt werden. Es gibt keine gesetzliche Grenze dafür, wie oft Fahrschüler durch die Führerscheinprüfung fallen dürfen. Die Gebühren werden aber jedes Mal aufs Neue fällig. Und schwups, ist man mit ein, zwei zusätzlichen Fahrstunden noch einmal ein paar Hundert Euro mehr los.

Nun macht die EU einen weiteren Schritt in Sachen Vereinheitlichung. Aus den über 100 verschiedenen Führerscheindokumenten, die in den Mitgliedsländern in Umlauf sind, soll eines werden. Und noch eine Neuerung: Der Schein soll auf 15 Jahre begrenzt sein. Neben dem organisatorischen Aufwand, der auf die Länder zukommt, und für den der Steuerzahler aufkommen muss, wird der Autofahrer nun auch alle 15 Jahre zur Kasse gebeten. Mit 35 Euro für die Bearbeitungsgebühr und ein biometrisches Passbild muss man rechnen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20E-Auto.tif
KU

Wenn die Post mit dem E-Auto kommt

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen