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Universtität

15.11.2019

Für das Menschliche in der Wirtschaft

Mit einem Dies Oeconomicus feierte die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ihr 30-jähriges Bestehen. (V. li.) Gastredner Hans-Georg Häusel, der als Hirnforscher die Gäste ins Unterbewusste entführte, zusammen mit dem Vorsitzenden des Förderkreises, Peter-Felix Tropschuh, KU-Präsidentin Professorin Gabriele Gien, Ingolstadts Bürgermeister Albert Wittmann und WFI-Dekan Professor Anton Burger.
Bild: Manfred Dittenhofer

Seit 30 Jahren gibt es in Ingolstadt eine Außenstelle der Uni Eichstätt. Die WFI hat jetzt Geburtstag gefeiert

1989 fiel nicht nur die Mauer – in diesem Jahr wurde auch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (WFI) der Katholischen Universität Eichstätt (KU) in Ingolstadt gegründet. Heute trägt die Uni deshalb neben dem Namen Eichstätt auch den der Donaustadt. Was damals mit sieben Lehrstuhlinhabern und 80 Studierenden begann, ist enorm gewachsen: Heute gibt es 22 Lehrstühle und rund 1100 Studenten. Mit einem Dies Oeconomicus, einem Tag der Wirtschaftswissenschaften, wurde der runde Geburtstag am Mittwoch gefeiert.

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„Wäre es nicht schön, wenn wir irgendwann auf den Ortsschildern von Ingolstadt den Zusatz ’Universitätsstadt’ stehen hätten“, formulierte Professor Peter-Felix Tropschuh nicht nur die Wünsche des Förderkreises der WFI, deren Vorsitzender er ist. Tropschuh erinnerte auch an den Gründerdekan der WFI, Professor Eduard Gaugler. Der hatte gemeinsam mit den Professoren Heinz Müller und Anton Rauscher vom damaligen KU-Präsidenten Nikolaus Lobkowicz den Auftrag für ein Gutachten erhalten, das die Idee einer neuen Fakultät am Standort Ingolstadt prüfen sollte. Die positive Einschätzung der Gutachter war die Basis für die WFI.

Schließlich liegt in Ingolstadt die Wiege der bayerischen Universitäten. Aber, wie Ingolstadts Bürgermeister Albert Wittmann betonte, arbeite man an einem Zusatz für den Stadtnamen, wie immer der dann ausschauen möge. Wittmann hatte gleich mehrere Geschenke der Stadt für das Geburtstagskind WFI mit auf den Campus auf der Schanz gebracht. Die Stadt wird die Kosten für drei Stiftungslehrstühle über einen Zeitraum von fünf Jahren übernehmen. Rund 750.000 Euro kostet das laut Wittmann. Zudem wird die Stadt 45.000 Euro für die technische Ausstattung dieser Lehrstühle zur Verfügung stellen. Außerdem wird das Georgianum gerade hergerichtet, um Heimat für das Ethik-Zentrum zu werden.

Für das Menschliche in der Wirtschaft

Professorin Gabriele Gien, Präsidentin der KU Eichstätt-Ingolstadt, benannte die Herausforderungen, vor der die Welt und damit auch die Wirtschaft stehe. Bis 2050 würden zehn Millionen Menschen die Erde bevölkern. Eine enorme Herausforderung für die Gesellschaft und damit auch für die Wirtschaft, die nach dem katholischen Anspruch dem Menschen dienen solle.

Dieser Herausforderung würde sich die WFI stellen. Mit einem neu gegründeten Institut für „Business and Economics in Service of Humanity“, kurz BESH, wird dem ethischen Grundsatz in der Wirtschaftswissenschaft noch mehr Gewicht gegeben.

Professor Anton Burger, Dekan der WFI, verteidigte das derzeit so oft verteufelte Wirtschaftswachstum. Denn es gebe auch ein gutes Wachstum. Schließlich lebten noch immer weltweit viele Menschen in Armut. Und wer arm sei, könne sich Umweltschutz nicht leisten.

In das eigene Gehirn entführte Gastredner Hans-Georg Häusel die Gäste des Dies Oeconomicus. 70 bis 80 Prozent der Entscheidungen würden vom Unterbewusstsein gefällt, so der Hirnforscher und Experte für Neuromarketing. Entscheidungen können mittels der modernen Medizin im Gehirn lokalisiert werden. Das Gehirn entwickle sich weit langsamer als die Technik, habe sich deshalb in den vergangenen 30.000 Jahren kaum verändert. Interessante Einblicke in den eigenen und auch in fremde Köpfe.

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