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Neuburg-Schrobenhausen

29.04.2019

Für die Rumänienhilfe im Landkreis geht es weiter

Bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr hat Dr. Rudica Leporda mit Toni Drexler (rechts) seit 1990 die Hilfskonvois des BRK-Kreisverbandes nach Rumänien organisiert.
Bild: BRK

Die Hilfskonvois in das Heimatland von Dr. Rudica Leporda sollten eigentlich eingestellt werden, weil es an Ehrenamtlichen fehlte. Doch es kam anders.

Ende 2017 stand die Rumänienhilfe vor dem Aus. Es fehlte an jungen, ehrenamtlichen Mitstreitern und einem Nachfolger für Toni Drexler, der überraschend Mitte vergangenen Jahres gestorben ist. Er war Gründer und Vorsitzender des Fördervereins „Humanitäre Hilfe“ im BRK-Kreisverband, der die Konvois in den Osten organisierte und durchführte. Doch es kam anders und Dr. Rudica Leporda, das Gesicht der Rumänienhilfe in Neuburg und dem Landkreis, ist ein Stein vom Herzen gefallen.

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Dem angekündigten letzten Hilfskonvoi in die Heimat der 75-jährigen Ärztin im Ruhestand war vergangenes Jahr einer in die Ukraine vorausgegangen. Auch in diesem Jahr wird es wieder jeweils eine Fahrt mit Hilfsgütern in diese beiden Länder geben. Mittlerweile hat der stellvertretende BRK-Kreisgeschäftsführer Anton Gutmann kommissarisch den Vorsitz des Fördervereins übernommen. Wie Dr. Leporda erzählt, hätten sich auch vier, fünf junge Ehrenamtliche aus den Reihen des BRK dem Hilfsteam angeschlossen. „Doch wir bräuchten so dringend weitere junge Kräfte, die bei uns mitmachen wollen.“

Rumänienhilfe: Konvoi startet am 25. Juli

Seit 1990 unterstützt die ehemalige Ärztin am Neuburger Krankenhaus das BRK bei seinen Hilfstransporten nach Rumänien. Ob der Aufbau der Kinderklinik in Iasi mit der Errichtung einer Dialysestation als Höhepunkt, oder die Unterstützung für Pflege- und Altenheime sowie Kindergärten und Schulen: Rodica Leporda trotzt seit Jahrzehnten der herrschenden Korruption in ihrem Heimatland mit Menschlichkeit. Für ihr Engagement erhielt sie 2016 den Sozialpreis „Silberdistel“ der Augsburger Allgemeinen.

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Jetzt rief die Neuburger Ärztin aus Rumänien an und teilte mit, dass der diesjährige Hilfstransport in ihr Heimatland genehmigt worden ist. Der Konvoi, je nach Bedarf mit zwei oder drei Lkw, wird am 25. Juli starten und die Hilfsgüter in und im Kreis um Hermannstadt verteilen. Wie Leporda sagt, wurden Kranken- und Pflegebetten für eine neurologische Klinik und andere Einrichtungen bereits von hiesigen Krankenhäusern (unter anderen aus Dachau und Starnberg) gespendet. Möglicherweise, so die Ärztin, schließe sich das Neuburger Krankenhaus da noch an. Auch Schulbänke seien bereits gespendet worden, wobei es dafür noch Bedarf geben würde, wie sie erklärt. Benötigt werden darüber hinaus Rollstühle, Schulranzen, Kinderwagen, Spielsachen, Kleider für Kinder und Erwachsene sowie gut erhaltene Schuhe. „Wir nehmen alles, was wir bekommen können für die Bevölkerung“, verdeutlicht Leporda. „Natürlich gerne auch Geldspenden.“

Viele junge Ehrenamtliche in Rumänien

In Rumänien wird das dortige BRK die Güter in Empfang nehmen und den Kollegen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beim Verteilen helfen. Hier wird auch Leporda dabei sein. Das BRK in ihrer Heimat sei bei weitem nicht so perfekt organisiert, bemühe sich aber so zu arbeiten, wie ihre deutschen Kollegen und habe viele junge Ehrenamtliche. „Die sind begeistert über die Aktion und bereit zu kooperieren“, freut sich die Ärztin über die Unterstützung ihrer Landsleute – die sie hoffentlich noch viele Jahre für die Hilfe in ihrem Land in Anspruch nehmen darf.

Spendenkonto: Empfänger: Förderverein „Humanitäre Hilfe“ im BRK Neuburg-Schrobenhausen - IBAN: DE92720512100000050500

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