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06.06.2009

Für mehr Mitbestimmung

Ingolstadt (vl) - "Wenn jemand heil aus der Krise herauskommt, dann ist es die Region Ingolstadt". Ursula Engelen-Kefer lässt keinen Zweifel an der Stärke des Wirtschaftsstandorts an der Donau. Mit Blick auf die bevorstehende Europawahl am Sonntag und die Bundestagswahl im September versucht sie aber auch, den Blick zu weiten und die Zusammenhänge deutlich zu machen. "Es geht aber nicht nur um Ingolstadt", sagt die SPD-Bundestagskandidatin bestimmt.

Negativbeispiel AEG

Beispiele für deutsche, europäische und globale Abhängigkeiten kennt Engelen-Kefer, Mitglied im Parteivorstand, zur Genüge: AEG zum Beispiel, das 2005 "zur Renditesteigerung" seine Produktionsstätte in Nürnberg geschlossen und neue Werke in Polen errichtet hat. 1700 Arbeitsplätze habe diese folgenreiche Entscheidung des schwedischen Mutterkonzerns Electrolux gekostet. Laut der Bundestagskandidatin eine klare Fehlentscheidung: "Die Renditeerwartungen haben sich nicht erfüllt."

Für Engelen-Kefer und ihre Mitstreiter von der IG Metall ist das eines von zahlreichen Beispielen, die zeigten, dass die Mitbestimmung in den Betrieben gestärkt werden müsse. In Deutschland und auf europäischer Ebene. Deshalb haben die IG Metall Schwabach und Ingolstadt gemeinsam die Veranstaltungsreihe "Geschichte der Mitbestimmung" ins Leben gerufen. In Vorträgen referieren Professor Otto Ernst Kempen (im September) und Hans-Jürgen Urban (im November) in Ingolstadt. Engelen-Kefer machte mit ihrem Vortrag über die "Entwicklung der Mitbestimmung in Europa" am Mittwoch im Gewerkschaftshaus am Paradeplatz den Auftakt.

Sie betonte die Wichtigkeit, auch in Europa für eine Arbeitnehmermitbestimmung zu sorgen. Schließungen wie die des AEG-Werkes könnten dadurch verhindert werden. Dass die Region Ingolstadt heute so gut dasteht und Audi vergleichsweise gut durch die Krise fährt, führte Jörg Schlagbauer, Chef der IG Metall bei dem Ingolstädter Autobauer, auch auf die Stärke der Arbeitnehmerseite zurück.

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