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Schwerer Vorwurf

16.10.2015

Fußball-Jugendtrainer soll Buben sexuell missbraucht haben

Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat den Mann angeklagt. - Symbolbild
Bild: Alexander Kaya

Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erhebt Anklage gegen ihn. Der Mann war auch Nachwuchstrainer beim FC Ingolstadt 04

Die Vorwürfe wiegen schwer: Der heute 26-Jährige aus dem Landkreis Aichach-Friedberg soll in seiner Zeit als Jugendtrainer des SSV Jahn Regensburg zwei Buben sexuell missbraucht haben.

Einer der Nachwuchsspieler war damals zehn, der andere zehn oder elf Jahre alt. Der Mann, der damals die U-11-Mannschaft des Fußballdrittligisten trainierte, soll die Buben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg unsittlich berührt haben.

Er stammt aus dem Raum Ingolstadt. Seinen Schulabschluss machte er in Aichach. Danach folgten Trainerstationen bei Profivereinen der zweiten und dritten Liga. Mittlerweile wohnt er, wie er auf seiner Facebook-Seite angibt, wieder im Landkreis Aichach-Friedberg.

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Die mutmaßlichen Taten sollen sich der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg zufolge im November 2013 in Berlin und im März 2014 im unterfränkischen Alzenau ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, in deren Zuständigkeitsbereich Alzenau liegt, erhob im Februar Anklage gegen den Mann. Nun muss das Landgericht in Aschaffenburg entscheiden, ob es die Anklage zulässt und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Wie Günter Will, Vorsitzender Richter und Pressesprecher am Landgericht, auf Nachfrage bestätigte, liegt dem Gericht die Anklage vor. Die Jugendkammer habe jedoch Nachermittlungen angeordnet.

Wegen der Vorwürfe saß der 26-Jährige mehrere Monate in Untersuchungshaft. Seit März ist er laut Burkhard Pöpperl, dem Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, wieder auf freiem Fuß.

Das Ermittlungsverfahren war in Gang gekommen, nachdem der SSV Jahn Regensburg die Polizei eingeschaltet hatte. Dort war der Mann in der Saison 2013/2014 in der Nachwuchsabteilung tätig und trainierte die U 11. Mit einer Presseerklärung ging der oberpfälzische Verein im Oktober vorigen Jahres an die Öffentlichkeit. Darin hieß es: „Der SSV Jahn ist vor kurzem auf Indizien gestoßen, die einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch einen ehemaligen Jugendtrainer ergaben.“ Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Mann schon nicht mehr für den SSV Jahn Regensburg.

Nach seinem Abschied aus Regensburg übernahm der 26-Jährige einen Job als Jugendtrainer beim Zweitligisten FSV Frankfurt. In diese Zeit fällt der Beginn seiner Untersuchungshaft.

In seiner Jugend spielte er in Jugendmannschaften im Kreis Aichach-Friedberg und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Er selbst gibt Tätigkeiten als Übungsleiter und Trainer beim FC Ingolstadt an und bezeichnet sich als Fußballtrainer mit Lizenz und Mental Coach. Er wirbt für sein Individualtraining, das auf die mentale Stärke der Fußballer abziele.

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