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Rennertshofen

23.02.2020

Ganz Bertoldsheim im Faschingstaumel

Wir verlieren nicht den Faden“, versprachen die bunten Fadenspulen aus Rohrbach beim, angesichts des schönen Wetters, heuer besonders farbenprächtigen Faschingsumzug in Bertoldsheim.
Bild: Michael Geyer 

Plus Das Traumwetter am Samstag ließ beim Spektakel in Bertoldsheim alle Rekorde purzeln. Welche Motive besonders begeisterten.

Was für ein Wetter! Was für ein Wahnsinns-Faschingsumzug! Nicht nur die Mitglieder von Fanta7, den Machern des Faschingsumzugs in Bernza am Faschingssamstag, strahlten mit der Sonne um die Wette. Auch die Zuschauer, geschätzte 6000, freuten sich über das Traumwetter und vor allem über die super Ideen der mehr als 1500 Aktiven in 60 Gruppen, die sich bestens gelaunt präsentierten.

In Bertoldsheim kamen die Fußgruppen am besten an

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass vor allem die bunten Fußgruppen am besten beim Publikum ankommen, weil sie viel leichter den Draht zu den am Wegrand Stehenden finden als die auf den rund 20 Motivwagen Feiernden. Eine große Anerkennung gilt auch den umsichtigen Fahrern der Gefährte und den Wagenbegleitern. Man sah, dass sie ihre Verantwortung ernst nehmen und sich in den rund zweieinhalb Stunden fast im Schneckentempo fortbewegten, um im Notfall schnell reagieren zu können.

Das Bonbonwurfverbot des Landratsamtes nahm eine Gruppe aus Riedensheim aufs Korn.
Bild: Michael Geyer 

Die Narren hatten mit ihren Wagen viele aktuelle Themen aufgeschnappt und fantasievoll umgesetzt: CO2-Diskussion, Elektromobilität, Windkraft, Kohleausstieg und die Lage bei der Bundeswehr. „Fridays for Future“ wurde umgemünzt zu „Fridays for Freibier“ und „Fridays for Fuaßboi“. Auch über Lokales wurde gewitzelt: Die Faschingsfreunde Burgheim schlugen für den Umleitungsverkehr, der wegen des B16-Ausbaus durch ein Überschwemmungsgebiet gehen soll, eine Fähre vor.

Ganz Bertoldsheim im Faschingstaumel
101 Bilder
Faschingsumzug in Bernza
Bild: Michael Geyer

Die Zwerge vom „Bauwong Mauern“ sahen in den Hüttinger Tiny-Houses eine Bedrohung ihres gemütlichen Reviers. Sie zogen ihr Häuschen selbst, wie es auch die Schusseltaler taten, die als Wikinger ihr großes Schiff durch die Umzugswogen manövrierten. Umweltfreundliche Antriebsleistungen erbrachten auch die Postboten der Gruppe „Ranzhofer Samma“, die ihr knallgelbes Postfahrzeug per Tretkurbel den Kirchberg hinauf bewegten.

Die Bertoldsheimer Wahrsagerinnen hatten ihre Kugeln dabei

Die bunten Ahoi-Brausetüten der „Faschingsfreunde 2002“ hatten ihren Spaß ebenso wie die süßen Zuckerpuppen von „Daddies Pfeifen“, der Rotweinstammtisch war mit einem Zirkuszelt unterwegs und die Faschingsgiganten Burgheim machten als Legomännchen mit. Bertoldsheimer Wahrsagerinnen lasen aus gläsernen Kugeln die Zukunft und die rund 60 Pierrots der Gruppe Chaos 2000 verbreiteten Spaß und gute Laune.

Ein ganzer Bienenschwarm der Faschingsfreunde 2010 warb für die Rettung der Insekten.
Bild: Michael Geyer 

„Rettet die Bienen“ hieß es bei den Faschingsfreunden 2010, die Honigorden und Samentüten für bunte Blumenwiesen verteilten. Aus Marxheim war eine Invasion von Buchsbaumzünslern herübergeflattert und der Tausendfüßler der Mooskracher schlängelte sich durch die Straßen. Hippies, Einradler, Regenbogen-Mädels, Giraffen, der Musik-Zirkus der „Wuisler“ und, und... – den Narren gingen die Ideen nicht aus.

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