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Ballett

30.11.2017

Gefühle brauchen keine Worte

Das Rumänische Staatsballett zeigte im Neuburger Stadttheater „Romeo und Julia“.
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Das Rumänische Staatsballett zeigte im Neuburger Stadttheater „Romeo und Julia“.

„Romeo und Julia“ begeistert im Stadttheater durch Ausdruck und Choreografie

Die Tourneepremiere von „Romeo und Julia“ des Rumänischen Staatsballetts „Oleg Danovski“ im Neuburger Stadttheater begeisterte das Publikum in hohem Maße. Mit engagiertem tänzerischem Ausdruck, geschickt eingesetzten Gesten, schauspielerischem Können und einer nachvollziehbaren Choreografie von Horatiu Chereches blieb die Handlung um „das“ Liebespaar immer verständlich.

Adrian Mihaiu als Romeo und Irina Ganea Mihaiu als Julia machten all ihre Herzensbewegungen im klassischen Tanz sichtbar. Auch ohne Worte konnten die Zuschauer die Shakespearsche Tragödie mitfühlen. Für ganz besondere Freude sorgte Shigeyuki Kondo als Romeos Freund Mercutio. Seine Soloauftritte zeugten von großem tänzerischem Ausdruck und mitreißender Energie. Auch die weiteren Mitwirkenden, nicht zuletzt das Corps es Ballett des Rumänischen Staatstheaters, das unter anderem die Wachen der Veronesischen Adelsfamilien verkörperte, überzeugte.

Die opulent ausgestattete Inszenierung des klassisch getanzten Handlungsballetts ließ die Inszenierung einem Kostümfilm gleichen oder einem prächtigen, farbintensiven Renaissancegemälde, ohne jedoch starr zu wirken. Obwohl die nicht sehr große Bühne hohe Anforderungen an das recht umfangreichge Ensemble stellte, entstand Bewegung und Dynamik. Die Bühne erhielt durch gekonnt eingesetzte Stoffbahnen eine ungeahnte Tiefe, jede Ecke wurde für Menschenansammlungen genutzt. In der Mitte entstand – beinah überraschend – immer wieder Raum für neue, bunte Tanzszenen.

Obgleich oder vielleicht auch weil die eher brave Inszenierung in dieser Form bereits 1940 – bei ihrer Uraufführung in St.Petersburg – so hätte stattfinden können, belohnte das Publikum die engagierten Akteure mit rauschendem Beifall. „Romeo und Julia“ würde es freuen.

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