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Infrastruktur

07.02.2015

Gegen den Stau in den Köpfen

Beim ersten Verkehrsforum der Region 10, das die IHK München und Oberbayern organisiert hatte, ging es darum, eine „Gesamtlösung in Fragen des Verkehrs“ für Ingolstadt und die umliegenden Landkreise zu finden.

Beim ersten „Verkehrsforum der Region 10“ führt die IHK die entscheidenden Politiker zusammen. Gemeinsam und vor allem auf Augenhöhe will man nun die Zukunft planen

Ein paar Zahlenbeispiele vorneweg: In den vergangenen drei Jahren ist Ingolstadt um 3600 Einwohner gewachsen. Zeitgleich wurden 10000 Arbeitsplätze auf der Schanz geschaffen. Die Menschen, die diese Jobs haben, wohnen nicht selten im Umland von Ingolstadt.

Wurden 1999 bei einer Erhebung am Stadtrand von Ingolstadt noch 205400 Autos in 24 Stunden gemessen, die die Stadtgrenze (in beide Richtungen) passierten, waren es 2011 234400. Macht knapp zehn Prozent mehr.

Bis zum Jahr 2030 werden jüngsten Erhebungen zufolge 30000 bis 40000 Menschen mehr in der Region 10 leben.

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Man könnte das fortsetzen, weitere Zahlen benennen, die die wirtschaftliche Dynamik und das Bevölkerungswachstum von Ingolstadt und der Region 10 (den Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen) belegen. Aber das Fazit für die regionale Verkehrssituation, wie es Wilko Manz, Geschäftsführer von Inovaplan, gestern sagte, wäre das Gleiche: „Die Planung kann da nicht mithalten.“

Genau darum ging es aber gestern. Dass die Planung des Verkehrs in einer Boomregion besser mithalten kann. Deshalb gab es dieses erste Verkehrsforum der Region 10 überhaupt, das die IHK München und Oberbayern organisiert hatte.

Den Impuls dazu hatte die Stadt Ingolstadt gegeben. Denn schon seit 2013 ist die Stadt mit Inovaplan damit beschäftigt, einen Verkehrsentwicklungsplan aufzustellen. 2016 soll er beschlossen werden. Und bis dahin wollen sich alle Beteiligten über dessen Inhalt besser abstimmen. Sprich der Oberbürgermeister von Ingolstadt, Christian Lösel, die Landräte, Vertreter des Planungsverbandes der Region 10 und die Bürgermeister der Gemeinden. Viele waren gestern gekommen.

Das Ziel des Forums, wie es Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK München und Oberbayern, ausgab: „Wir müssen die Verkehrsfragen breiter diskutieren. Nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich. Innovativ. Visionär. Und vor allem: gemeinsam“. Kammerer weiter: Künftige jahrzehntelange Diskussionen, wenn sie überhaupt Lösungen gebracht haben, wolle man so nicht mehr. Stichwort: der ÖPNV und der Gemeinschaftstarif. Deshalb so Kammerer: „Heute soll eine neue Zusammenarbeit beginnen. Wir haben ein großes Interesse, zu einer Gesamtlösung in Fragen des Verkehrs zu kommen.“

Daran machte man sich. Die Landräte, ihre Stellvertreter, und die Rathauschefs bildeten Arbeitsgruppen und besprachen die wichtigsten Verkehrsprobleme mal in einem anderen Umfeld und einer anderen Zusammensetzung als beim Planungsverband: vom Audi-Halt, der eine zentrale Rolle spielt, über den Ausbau und die Stärkung des regionalen Schienennetzes bis etwa zum mehrspurigen Ausbau der B16. Und vieles mehr. Heraus kam unter anderem: die Verabredung für einen regelmäßigen „Runden Tisch der Baulastträger“, die bessere Anbindung des neuen Audi-Standortes in Münchsmünster (Bahnlinie, gut getakteter ÖPNV, Park&Ride), bessere Verknüpfung des ÖPNV’s mit dem Radwegenetz (regionales Radwegenetz) und vieles mehr.

Die IHK wird die Ergebnisse veröffentlichen und den Diskurs vorantreiben. Wenn die werdende smart city Ingolstadt von einer smart region umgeben wäre, wäre das in ihrem Interesse und der Unternehmen, die sie vertritt. (kuepp)

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