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Danksagung

18.08.2017

Geheime Spenden

Der Kerzenmeister Siya Ettenreich (links) überreicht Spenden im Wert von 2000 Euro an Gruppen, die am Fischergasslerfest geholfen haben.
Bild: Xaver Habermeier

Bei den Fischergasslern ist die Spendenkasse kein Fall für die Finanzbehörde. Und auch für die Zillen gibt’s eine Lösung

Die Neuburger Fischergassler pflegen nicht nur das Brauchtum des Fischerstechens und des Fischergasslerfests, sondern auch Freundschaften zu anderen Vereinen. Dazu zählt die jährliche Übergabe von Spenden an Helfer, die bei den Veranstaltungen mit angepackt haben. Das sind die Feuerspucker „Spectaculum de Diabolico“, die Wasserwacht, das BRK, der Fanfarenzug „Ottheinrich“ und das Technische Hilfswerk. Insgesamt wurden 2000 Euro an Sach- und Geldspenden an die Festhelfer verteilt.

„Einige unserer befreundeten Vereine bekommen die Spende auf Wunsch nicht in Form von Geld, sondern als Gutschein für Zillenfahrten“, so erklärte Siya Ettenreich, der Vereinschef der Fischergassler, den man in dieser Zunft Kerzenmeister nennt, den Grund. Das erklärte Ziel: Alle Beteiligten, die den Zunftverein ehrenamtlich unterstützen, sollten zumindest eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten. „Tradition bei uns ist auch, dass wir nie diese Beträge verraten“, sagte Ettenreich.

Eine Ausnahme gab es dieses Jahr dennoch. Denn neben den Spenden für die Helfer gibt es in diesem Jahr erstmals eine 300-Euro-Spende für die Neuburger Tafel. Die Vertreter aus den beteiligten Gruppen nahmen das Geschenk bei einem Treffen am Dienstagmittag gerne an und versprachen dabei, die beliebte Tradition auch im nächsten Jahr zu unterstützen.

Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling nannte die Veranstaltungen ein Fest von Bürgern für Bürger. Siya Ettenreich hatte bei der Zusammenkunft versprochen, dass seine Fischergassler so weitermachen wie bisher. „Das sah Anfang des Jahres noch ganz anders aus“, erklärte der Kerzenmeister. Er erinnerte die Gäste an die Problematik eines Führerscheins für die Zillenbesatzung. „Die Sache ist noch nicht ganz vom Tisch, aber es bahnt sich eine Lösung an, so wie sie derzeit schon gehandhabt wird“, erklärte er. Der Kerzenmeister spielt damit auf kurzfristige Vereinszugehörigkeiten an, die die Zillen-Gäste eingehen, um mitfahren zu können. Das zweite Problem, die Sicherheitsvorschriften beim Fest, hat laut Ettenreich der Verein intern gelöst. „Wir haben geeignete Sicherheitsleute einfach selbst gestellt“, sagte er. Auch die Anzahl der Vereinsmitglieder von derzeit mehr als 100 Frauen und Männern sah er positiv und so hatten die Fischergassler allen Grund zum Feiern.

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