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Denkendorf/Kinding in Richtung München

28.04.2015

Geisterfahrer auf der A9 unterwegs

Symbolbild
Bild: AZ

46-jähriger Bielefelder verursacht mit drei Promille mindestens zwei Unfälle. Verletzt wurde niemand. Es entstand Schaden in Höhe von 22000 Euro.

Auf der A9 war am Dienstagmorgen zwischen Denkendorf und Kinding in Richtung München ein Geisterfahrer unterwegs. Er verursachte laut Polizei zwei Unfälle. Beamte der Inspektion Beilngries konnten den 46-jährigen Mann aus Bielefeld am Ortseingang von Beilngries schließlich aus dem Verkehr ziehen. Den weiteren Angaben der Polizei zufolge war der Mercedes-Fahrer "offensichtlich stark alkoholisiert". Ein Test ergab: drei Promille.

Gegen 9.45 Uhr hatte es mehrere Notrufe von der Autobahn aus gegeben. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam es auf der Fahrtrecke bis zur Anschlussstelle Altmühltal, wo der Falschfahrer die Autobahn verließ, mindestens zwei Unfälle: Im Bereich Kindinger Berg musste ihm laut Polizei ein 45-jähriger Audi-Fahrer aus dem Landkreis Eichstätt  abrupt ausweichen. Er habe glücklicherweise einen Frontalzusammenstoß vermeiden können, verlor jedoch nach dem Ausweichmanöver die Kontrolle über seinen Wagen, schleuderte in die linke und anschließend rechte Schutzplanke, bis sein Auto auf dem Standstreifen zum Stehen kam. Der Fahrer überlebte das Manöver unverletzt.

Kurz danach musste ein BMW-Fahrer aus Dietersheim dem Geisterfahrer ausweichen. Die Außenspiegel der beiden Autos berührten sich.

Inwieweit es zu weiteren Gefährdungen auf der Fahrtstrecke bis zur Anschlussstelle Altmühltal kam, muss noch anhand der eingegangenen Notrufe ermittelt werden.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach bisherigen Erkenntnissen auf knapp 22000 Euro.

Gegen den 46-jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernen vom Unfallort eingeleitet.  Bei einer ersten Befragung gab der Mann an, dass er auf dem Weg nach Bad Reichenhall gewesen sei. Offensichtlich aufgrund der starken Alkoholisierung hatte er an der Anschlussstelle Denkendorf gewendet und war dann entgegen der Fahrtrichtung nach München aufgebrochen. (nr)

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