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Karlshuld

30.09.2020

Gemeinderat: 500 Euro für Spielplatz am Tennisheim des SV Karlshuld

Auf der Rasenfläche am Tennisheim soll ein Spielplatz gebaut werden.
Bild: Andrea Hammerl

Plus Der Gemeinderat Karlshuld diskutierte ungewohnt intensiv über den Zuschussantrag der Tennisabteilung des SV Karlshuld für einen neuen Spielplatz am Tennisheim.

Mit 500 Euro bezuschusst die Gemeinde Karlshuld einen kleinen Spielplatz am Tennisheim, somit mit rund fünf Prozent. Üblich sind zwanzigprozentige Zuschüsse für Vereine. Allerdings sehe er im Bau eines Kinderspielplatzes keine originäre Aufgabe eines Tennisvereins, schickte Bürgermeister Michael Lederer der etwas kurios anmutenden Diskussion voraus, an der sich etwa die Hälfte des Gremiums aktiv beteiligte.

Beantragt worden war der Zuschuss zwar mit dem Briefpapier des Hauptvereins, unterschrieben allerdings vom Abteilungsleiter Tennis, wie Lederer erläuterte. Er selbst sah – Formfehler hin oder her – kein Problem darin, den Gemeinderat dennoch grundsätzlich über den Zuschuss abstimmen zu lassen.

Gremium reagiert verhalten auf Spielplatzpläne

Wer berechtigt oder nicht berechtigt war, den Antrag zu stellen, will er dem Hauptverein, der mitgeteilt hatte, nur er könne Zuschussanträge stellen, und dessen Tennisabteilung, die sich für zuständig hielt, überlassen. Insgesamt ging es um eine Summe von rund 14.760 Euro, davon entfallen 5184 auf den Zaun, 6782 auf ein Spielgerät „Zirkuswelt Schaukel“ und 100 Euro auf den Sandkasten. 1000 Euro kostet die Montage, für den Bodenaustausch sind 1.693 Euro veranschlagt. Einzig Marina Eibl sprach sich uneingeschränkt für einen Zuschuss aus, weil junge Familien gefördert werden sollten.

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Dritter Bürgermeister Klaus Scherm meinte, der kleine Spielplatz sei eine Bereicherung für den Tennisverein, wollte aber abwarten, welche Kosten dem Verein tatsächlich dafür entstehen und Eigenleistungen bei der Zuschussberechnung abziehen. Zweiter Bürgermeister Werner Hecht verwies darauf, dass ein Spielplatz, der mit öffentlichen Mitteln bezuschusst wurde, gesetzlichen Vorgaben unterliegt und regelmäßig überprüft werden müsse.

Gemeinderat: 500 Euro müssen in Corona-Zeiten reichen

Daher sollte im Bescheid festgeschrieben werden, dass diese Prüfungen eigenverantwortlich vom Verein zu leisten seien. Längere Zeit wurde über die Höhe des Zuschusses debattiert, wobei der Tenor lautete, in Corona-Zeiten reichten auch 500 Euro aus, überall müsse gespart werden.

Die Tennisabteilung könne sich nicht beschweren, sie sei bei gemeindlichen Zuschüssen nicht zu kurz gekommen, lautete ein weiterer Einwurf. Beim ein oder anderen Zuhörer entstand so der Eindruck, als seien alte Wunden noch nicht ganz verheilt. In der Moosgemeinde hatte es heftige Diskussionen gegeben, weil das Tennisheim damals von der Gemeinde recht großzügig bezuschusst worden war, während der Hauptverein lange auf ein neues Vereinsheim warten musste.

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