Weichering Es bleibt dabei. Die Sanierung privater Objekte wird die Gemeinde Weichering, wie schon in der Vergangenheit, auch in Zukunft nicht mit finanziellen Mitteln unterstützen. Der Antrag von Maximiliane Gallenberger auf eine finanzielle Zuwendung für die 60 000 Euro teure Instandsetzung der zu Ehren des Heiligen Wolfgang im Jahre 1500 in der Rosenschwaig errichteten Kapelle fand im Gemeinderat keine Mehrheit.
„Wo fängt man an, wo hört man auf“, warnte 2. Bürgermeister Alois Boos vor einer positiven Entscheidung. Lediglich drei Ratsmitglieder hatten den Antrag befürwortet, allerdings auch nur unter der Voraussetzung, dass der zur Kapelle führende Privatweg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die Sanierung der Kapelle als solche hatte der Gemeinderat bereits im September des vergangenen Jahres abgesegnet.
Einstimmig abgeschmettert wurde der Antrag der Firma Stanglmeier aus Abensberg zum Kiesabbau in der Weicheringer Gemeindegrube. Seine ablehnende Haltung begründete der Gemeinderat mit dem Hinweis auf Eigenbedarf.
Dagegen billigten alle Räte die Einleitung des Verfahrens auf Ablösung von Waldnutzungsrechten im Ortsteil Lichtenau. Von den insgesamt 42 Rechtlern hatten sich in einer vorhergegangenen Versammlung bereits 36 für eine Ablösung ausgesprochen, so Bürgermeister Thomas Mack. Auf nähere Einzelheiten wollte der Rathauschef allerdings erst im nichtöffentlichen Teil der Sitzung eingehen.
Die Teilnahme am erweiterten Probebetrieb für den BOS-Digitalfunk, fand bei der Mehrheit der Ratsmitglieder nur wenig Gegenliebe. „Hier scheinen etliche der Verantwortlichen ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu haben“, gab Gemeinderat Dr. Friedrich Höche zu bedenken, wobei vor allem die mangelnde Information über die Höhe der Kosten etlichen der Ratsmitglieder sauer aufstieß. Auf der jetzigen Basis könne doch kein Probelauf funktionieren, hieß es.
Die Nutzung von Windenergie wird, dem Energie-Atlas Bayern zufolge, im Gemeindebereich Weichering aller Voraussicht nach nicht zum Tragen kommen. Es bestehen keine Nutzungsbereiche, so die Auskunft der Verwaltung an die Ratsmitglieder.
Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Nachbargemeinde Karlshuld.
Schnell abgehakt waren die von den Bürgern im Rahmen der Bürgerversammlungen vorgebrachten Wünsche und Anregung. Etliches sei schon erledigt, manches nicht machbar, so der Rathauschef. Lediglich der Geh- und Radweg entlang der Ach soll aufgeschottert werden. Keine große Sanierung, jedoch kleinere Arbeiten, damit das Wasser abläuft, lautet das Credo für die Bahnhofstraße.