Weichering Nicht konform ging der Gemeinderat Weichering in seiner Sitzung am Montagabend mit dem Ansinnen der Diözese Augsburg über die Bestellung einer beschränkt-persönlichen Dienstbarkeit für den Weicheringer Kindergarten „St. Vitus“ für die Dauer der nächsten 25 Jahre. Damit hätte das Grundstück nur noch zur Führung einer Kindertageseinrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirche genutzt werden dürfen.
Als Gegenleistung boten die Kirchenoberen einen Förderbetrag in Höhe von 20000 Euro an. Das seien gerade mal 1,5 Prozent der Sanierungs- und Umbaukosten und somit nur ein Tropfen auf den heißen Stein, argumentierten die Volksvertreter. Das Geld könne man zwar gut gebrauchen, man wolle sich jedoch für die Zukunft nichts verbauen lassen, zumal man nicht vorausschauen könne, wie es aufgrund der Reformpläne des Augsburger Oberhirten mit der Kirche überhaupt weiter gehe. Dennoch will die Gemeinde den Dialog diesbezüglich mit den Verantwortlichen der Diözesen Augsburg fortsetzen.
Haushalt mit Volumen mit 5,1 Millionen Euro
Einstimmig genehmigt wurde wie vorgetragen die Vorbetrachtung des Haushaltsplanes für das Jahr 2012 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 5,1 Millionen Euro. Hoher Sachaufwand, zeitliche Verschiebungen und schließlich die um 13 Prozent erhöhte Kreisumlage setzen deutlich Grenzen, betonte Kämmerer Werner Seitle. Es bestehe zwar kein Kreditbedarf, doch die Rücklagen zehren sich um rund die Hälfte auf.
Zuschuss 1950 Euro und damit um 250 Euro mehr als in der Vergangenheit gewährte der Gemeinderat der Sozialstation des Diakonischen Werkes als Zuschuss.
Telekommunikation Weil nur noch spärlich oder teilweise überhaupt nicht mehr in Anspruch genommen, wird die Telekom nunmehr die beiden öffentlichen Telefonhäuschen in Weichering sowie dem Ortsteil Lichtenau abbauen.
Bauanfrage Markus Laumer darf seine geplante Garage einschließlich Nebengebäude in der Weingasse errichten.
Spielplatz Eine nette Episode gab’s zum Auftakt der Sitzung: zwei Kinder überbrachten Bürgermeister Thomas Mack eine Unterschriftenliste mit der Bitte, den Spielplatz an der Pfarrer-Käuferl-Strasse mit neuen Gerätschaften auszustatten. Dass der Gemeinderat dieser höflichen Bitte nicht widersprechen konnte, versteht sich natürlich von selbst.