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Karlshuld

26.05.2020

Gemeinderat beschließt mehr Grün für Karlshuld

Auf dem Gelände zwischen Tennisheim und Sportplatz in Karlshuld sollen künftig Obstbäume blühen.
Bild: Gloria Brems

Plus In seiner Sitzung am Montag gab der Gemeinderat unter anderem grünes Licht für 20 Bäume und eine Streuobstwiese. Außerdem sollen die Gemeinderäte aufs Fahrrad steigen.

Am Montag versammelten sich die Gemeinderäte in Karlshuld wieder in der Sport- und Mehrzweckhalle zu ihrer Sitzung. Auf der Tagesordnung standen unter anderem drei Bauanträge, die das Gremium einstimmig beschloss. Dabei handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Einliegerwohnung in Kleinhohenried, der Neubau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle in Karlshuld und den Ausbau einer Dachgeschosswohnung in einem bestehenden Einfamilienhaus.

Anschließend beschäftigten sich die Räte mit der Bedarfsermittlung der Bauleitplanung. Früher reichte eine pauschale Begründung des Siedlungsdrucks in der Region Ingolstadt, um neue Siedlungsflächen genehmigt zu bekommen. Seit Januar 2020 fordert die oberste Landesbehörde ein spezielles Verfahren, um die voraussichtlich benötigten Siedlungsflächen von Gemeinden zu bestimmen. Für Karlshuld ergaben die Berechnungen einen Flächenbedarf von 24,8 Hektar bis zum Jahr 2037, da davon ausgegangen wird, dass es bis zu diesem Zeitpunkt etwa 15 Prozent mehr Einwohner in der Gemeinde geben wird. Dabei sollen 20,7 Hektar neue Siedlungsflächen geschaffen werden, der Rest entsteht im Bestand. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Bedarfsermittlung.

Gemeinderat beschließt Förderung für Bäume in Vorgärten

Im nächsten Punkt diskutierte das Gremium über einen Vorschlag von Michael Lederer, Baumpflanzungen in den Vorgärten an den Hauptverkehrsachsen Neuburger Straße, Hauptstraße, Augsburger Straße und Ingolstädter Straße zu fördern. „Speziell dort sind viele große Bäume verschwunden, die früher unser Ortsbild geprägt haben“, sagte Lederer. Er schlug daher ein anfängliches Kontingent von 20 Bäumen vor, die die Gemeinde inklusive fachgerechten Pflanzung durch den Bauhof übernehmen solle. Einige Ratsmitglieder warfen ein, dass diese Förderung nicht nur für Anwohner der vier genannten Straßen möglich sein sollte, sondern auch für alle anderen.

Man verständigte sich schließlich darauf, zunächst zu sehen, wie die ersten 20 Bäume nachgefragt werden, um die Förderung dann gegebenenfalls zu erweitern. Gepflanzt werden sollen, so Lederer, Baumarten, die eher aus dem südlichen Raum stammen. „Alteingesessene Baumarten haben es immer schwerer, dem Klimawandel zu trotzen“, erklärte er. Ein Baum kostet etwa 150 bis 200 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Pflanzung.

Ab 1. Juli soll Kinderbetreuung in wieder Karlshuld normal laufen

Und auch der nächste Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte sich mit Bäumen. Das Gremium beschloss auf dem Gelände zwischen Tennisheim und Sportplatz eine Streuobstwiese anzulegen. Die ersten drei Kirschbäume sollen am kommenden Freitag von den drei Bürgermeistern gesetzt werden. Weitere Sorten sollen im Herbst folgen. Ebenfalls einstimmig winkte das Gremium den Zuschussantrag der Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Bayern in Höhe von 592,80 Euro durch.

Des Weiteren gab Michael Lederer bekannt, dass seit Montag Vorschulkinder und ihre Geschwister wieder betreut werden. Alle Erzieherinnen seien zurück in den Einrichtungen. Ab 15. Juni sollen dann die Krippenkinder zurückkehren, die in diesem Jahr noch in den Kindergarten kommen. Zehn Tage später die Kinder, die 2021 in die Schule kommen und ab 1. Juli laufe der Betrieb hoffentlich wieder normal. Auch die Sportstätten in Karlshuld gehen wieder ein Stück Richtung Normalität. Auf den Plätzen darf mit Auflagen wieder trainiert werden. Am Fußballplatz gibt es allerdings immer wieder Probleme mit Wildtieren. Bereits zum wiederholten Mal verfing sich ein Reh im Netz hinter dem Tor. „Da müssen wir dringend was machen“, erklärte Lederer.

Im letzten Teil der öffentlichen Sitzung warb Rita Schmidt, Sprecherin der CSU-Fraktion, für die Aktion Stadtradeln, an der sich die Gemeinde vom 1. bis 21. Juli beteiligen möchte. Im vergangenen Jahr konnte Karlshuld den Preis als beste Newcomergemeinde unter 10.000 Einwohnern in Bayern erstrampeln. Dieses Jahr spekuliert Rita Schmidt auf eine andere Auszeichnung: „Wir könnten den Preis als bester Gemeinderat nach Karlshuld holen.“

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