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Burgheim

13.09.2019

Gemeinsam anpacken zum Wohle Burgheims

„Fertig zum Einsatz“ signalisierten die Teilnehmer des Burgheimer Community Days.
Bild: Michael Geyer

Beim Community Day der Firma Trow Nutrition haben sich Mitarbeiter freiwillig fürs Gemeinwohl engagiert. Was die Belegschaft alles geschafft hat. 

Der Begriff „Community Day“ hat für die Mitarbeiter des Unternehmens von Trouw Nutrition, das in Burgheim besser unter seinem ehemaligen Namen Milkivit bekannt ist, einen ganz besonderen Klang. Er steht nicht nur für die Mitarbeit an sozialen Projekten in der Gemeinde, sondern eine ganz besondere Abwechslung während der Arbeitszeit. Heuer ging die vierte Auflage des Gemeinschaftsprojektes über die Bühne. Die Gemeindeverwaltung hatte sich unter der Federführung von Margit Löw im Vorzimmer von Bürgermeister Michael Böhm allerhand einfallen lassen, was die Arbeit ebenso interessant wie wertvoll machte.

Zimmerermeister Stefan Brendle, Tobias Zuber und Stefan Meier (von rechts) stellten die Verkleidung für die zwei Dixi-WCs auf.
Bild: Michael Geyer

Der Arbeitstag für rund 60 Teilnehmer, die übrigen 40 der rund 100-köpfigen Belegschaft hielten den Betrieb am Laufen, begann mit einem gemütlichen, gemeinsamen Frühstück. Danach begrüßte Geschäftsführer Anton Einberger die Teilnehmer, die sich schon auf ihren Einsatz freuten. Er sah in der Zusammenarbeit vieler fleißiger Hände neben dem gemeinnützigen Wert auch einen positiven Nebeneffekt: Man lerne sich näher kennen, bewege und schaffe miteinander etwas in der Gruppe. „Gemeinde sind wir alle, die hier arbeiten und leben. Sie setzten sich für Dinge ein, für die es ansonsten an der Zeit fehlt“, lobte Bürgermeister Michael Böhm das Engagement des Teams und wünschte den Teilnehmern frohes Schaffen.

Gemeinsam angepackt an der ehemaligen Burgheimer Schuttdeponie

Spaß hatten alle, die mitmachten: auch der Firmenchef, der Bürgermeister und die Gemeinderäte Sebastian Zitzmann und Stefan Brendle. Zitzmann und Einberger packten zusammen mit einigen Trouw Nutrition-Mitarbeitern mit an, den nicht mehr benötigten, rund 500 Meter langen Zaun um die aufgelassene Schuttdeponie abzubauen, die neben der Straße nach Staudheim liegt. Gut, dass auch ein Mitarbeiter des Bauhofes mit einem Bagger vor Ort war, um die tief im Erdreich steckenden Pfosten herauszuziehen. So mussten vorher nur noch mit einer Zange die den Zaun haltenden Krampen herausgezogen und danach der Draht weggeräumt werden. Das Tor blieb aber stehen, um zu verhindern, dass jemand über diesen einzigen Zugang doch noch Schutt ablagert.

Der Zaun um die ehemalige Deponie wurde abgebaut. Hier ziehen Mitarbeiter von Trouw Nutrition die Krampen aus den Pfosten.
Bild: Michael Geyer

Bürgermeister Michael Böhm machte sich derweil zum neuen Badeweiher an der Bertoldsheimer Straße auf. Dort war bereits Stefan Brendle mit seinem Kranwagen vor Ort, auf dem die Einzelteile einer stattlichen Holzverkleidung mit 4,50 Meter Länge, 3,50 Meter Breite und 2,50 Meter Höhe lagen. Der Zimmerermeister hatte die Holzkonstruktion aus gehobelten Balken und Halbrundhölzern fachmännisch vorbereitet. Mit dem Kran setzte er die Teile auf die von Bauhofmitarbeitern vorbetonierten Fundamente und fügte unter der tatkräftigen Hilfe von Tobias Zuber und Stefan Meier von Trouw Nutrition alles zu einer schicken Verkleidung zusammen, hinter der die WCs dezent verschwanden.

Gemeinsam angepackt im Burgheimer Kindergarten

Knochenarbeit bedeutete der Bau eines Tipis aus Weidenruten im Garten des Burgheimer Kindergartens für seine acht Erbauer. Der Boden wäre nicht das Problem gewesen, aber die Wurzeln der umliegenden Bäume erforderten harten Körpereinsatz mit Spaten, Pickel und großer Baumschere. Als die kreisförmige Pflanzgrube tief genug war, konnten die sieben Damen und der einzige Herr einmal durchschnaufen. Dann stellten sie die Weidenruten, deren Enden im Bauhof bereits drei Wochen lang gewässert wurden und schon kleine Würzelchen trieben, in den Pflanzring und banden die Kronen oben zusammen. Mit guter Gartenerde füllten die Tipibauer den Bereich um die Ruten auf, traten die Erde fest und gossen kräftig nach. Bis zum Wintereinbruch dürften die Weiden fest angewurzelt sein, vorausgesetzt, dass sie genug Wasser bekommen. Ein zweites baugleiches Tipi wurde von einer anderen Gruppe im Kindergarten in Straß aufgestellt.

Jetzt muss nur noch täglich kräftig gegossen werden. Die Erbauer des Tipis sind stolz auf ihr Werk.
Bild: Michael Geyer

Die weiteren Aktionen machten den Teilnehmern ebenso Spaß: Das Feldkreuz an der Windschutzhecke zwischen Ortlfing und Längloh soll 2020 am Radweg zwischen Ortlfing und Biding aufgestellt werden. Das Kreuz lagert bereits im Bauhof und wurde abgeschliffen und neu gestrichen. Auch zwei Bänke und ein Tisch im „Canyon“ zwischen Burgheim und Straß bekamen einen neuen Anstrich. Zum Schluss bedankte sich Geschäftsführer Einberger bei allen Mitwirkenden für den vorbildlichen Einsatz. Mit einem gemeinsamen Essen schloss der Community Day. „Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei“, so das einmütige Resümee der Helfer.

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