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23.07.2010

Gemeinsam und voneinander lernen

Nun hat auch die Stengelheimer Schule sichtbar ihren Namen. Im Rahmen des Kunst-Projekttages haben Schülerinnen ihr ein entsprechendes Graffiti verpasst. Foto: ukü
Bild: ukü

Königsmoos Es war ein besonderer Schultag an der Stengelheimer Grundschule in Königsmoos. Keine Klassenbildung sondern Workshops quer durch alle Klassen. Kein Unterricht im eigentlichen Sinne sondern Beschäftigung je nach Neigung und Wunsch der Schüler im Klassenzimmer, in der Turnhalle oder im Freien. Eigentlich paradiesische Zustände - wenn es jeden Schultag so wäre.

Leider war es nur eine Ausnahme für einen Tag, denn es wurde ein Kunst-Projekttag unter dem Motto "Kleine Künstler in Königsmoos" durchgeführt. Ziel des Projektes zum Schuljahresabschluss war das gemeinsame Lernen in der Gemeinschaft von Schülern. Losgelöst von der festen Klassenbildung wurden 25 Workshops gebildet, in die sich die Schüler nach Eignung und Neigung einbringen konnte.

Geleitet wurden die Workshops von zehn Lehrern und 15 Elternteilen, die sich bereit erklärt hatten, an diesem Projekt mitzuwirken. Dazu waren noch weitere über 30 Mütter und Väter (einer kam sogar aus Rosenheim extra angereist) als Helfer engagiert. Auch für sie war es eine neue Erfahrung im Schulbetrieb mitzuwirken und vorab ist festzustellen, dass es allen viel Freude gemacht hat, mit den Kindern zu arbeiten.

Was stand auf dem umfangreichen Plan? Stühle malen nach Mondrian, Bilder filzen nach Hundertwasser, Bank mit Fliesenmosaik gestalten, Instrumente aus Naturmaterialien, Styroporfische aus Moosgummi, Windräder aus Holz, Afrikanische Masken oder bunte Regenmacher basteln. Steine wurden nach Rizzi bemalt, mit Bleistiften gezeichnet, Landschaftbilder oder Acrylbilder auf Keilrahmen gemalt, Sommerbilder mit Serviettentechnik hergestellt. Vogelhäuschen aus Holz und Windlichter wurden gebastelt, ein Labyrinth aus Seilen gelegt und die Farben der Hüpffelder im Pausenhof aufgefrischt.

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Es war ein emsiges, aber ruhiges Arbeiten in allen Workshops. Wenn es mal nicht weiterging, halfen die älteren Schüler oder die Erwachsenen weiter. Für die Schüler war es ein neues Gefühl und eine neue Erfahrung, nicht nur mit ihren Klassenkameraden, sondern mit älteren oder jüngeren Kameraden zusammenzuarbeiten.

Anregungen konnte man sich in den Nachbarshops holen, denn man konnte jederzeit einmal nachschauen, was die anderen machen und sich, wenn möglich, dort mit einbringen. Der Renner war die "Gesunde Pause", in der neben den obligatorischen Wurstbroten viel Obst, der Renner waren die 140 Fruchtspieße, und Gemüse in vielen Variationen angeboten wurde. Eine rundum gelungene Sache, darin waren sich alle einig und der Wunsch der Schüler, die mit Begeisterung dabei waren, solch einen Tag zu wiederholen, ist sicher auf fruchtbaren Boden gefallen.

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