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Heimatroman

24.05.2019

„Gemetzel“ in Hudlhub

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Mathias Petry

Autor und Musiker Mathias Petry hat ein neues Buch herausgebracht. Worum es dabei geht und was sich im Hudlhub-Universum sonst noch tut

Eine Mordserie erschüttert die bayerische Gemeinde Hudlhub. Der Erste, der dran glauben muss, ist ein Geistlicher – und zwar im Swingerclub der ehrenwerten Helga Dürnbichler. Weitere Tote folgen. Die Spur führt zur geheimnisvollen Fondazione Rotonda Tiberiana, die gnadenlos ihre Interessen durchsetzen will und in deren Machenschaften die unterschiedlichsten Personen verstrickt sind: der undurchsichtige Landtagsabgeordnete Ludwig Haderlein, der machtgierige Bürgermeister, der durchtriebene Generalvikar und sogar der liebenswürdige Ortspfarrer und die tapferen Jungs vom Feuerwehrtrupp. Im dritten Band der Hudlhub-Reihe, der den Titel „Gailing. Ein verschwörerisch-kurioser Heimatroman“ trägt, dreht Autor Mathias Petry voll auf.

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Starb im ersten Teil „Hudlhub“ lediglich ein Hase, ging es im zweiten Band „Kainegg“ immerhin schon um sechs Leichen. Im dritten Band wird der Leser mit einem richtigen „Gemetzel“ konfrontiert, beschreibt Petry die Entwicklung und lacht. Auch diesmal hat sich der 54-Jährige wieder eine Woche in ein Zimmer ohne Fernseher eingesperrt. Heraus kam ein Heimatroman, der an einem einzigen Tag in der fiktiven Gemeinde Hudlhub spielt. Die Kapitel tragen keine Überschriften, sondern Uhrzeiten. Durch die enge Taktung der Ereignisse schafft Petry Spannung und Unmittelbarkeit. Seinen Figuren und dem Umfeld, das sich so an jedem beliebigen Fleck in Bayern finden lässt, fühlt man sich als Leser gleich verbunden.

Inspiriert haben Petry zu „Gailing“ die Romane „Inferno“ und „Sakrileg“. „Ich wollte ein bisschen Dan Brown in Hudlhub haben“, erzählt der 54-Jährige, der in Hohenwart wohnt und seinen Lebensunterhalt als Journalist verdient.

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Petry schreibt aber nicht nur Texte, er schreibt auch Musik. Im vierten Jahr ist er inzwischen mit seiner Band unterwegs, die ebenfalls den Namen „Hudlhub“ trägt und in der Barbara Seitle aus Karlshuld singt. „Komm mit mir“ heißt das neue Album. „Wir haben Hudlhub bewusst als kreatives Zentrum gewählt“, sagt Petry. Das Hudlhub-Universum ist bunt: Neben den drei Heimatromanen gibt es das Kinderbuch „Konrad Kleinmögel und die verlorenen Farben“ von Petrys Frau Sabine Beck. Außerdem gehört „Die Container-Theorie. Wie sich die Wirtschaftskrise lösen lässt“ dazu von Ludwig Haderlein, dem Abgeordneten aus Hudlhub. Hier wird „eine erfundene Figur zum realen Autor“, wie Petry erklärt.

Und das Hudlhub-Universum wird noch weiter wachsen: Derzeit ist ein zweites Kinderbuch in der Entstehung, 2020 soll der vierte „Hudlhub“-Roman herauskommen. Darin wird es dann um eine Zeitreise durch drei verschiedene Zeitebenen gehen, verrät der Autor vorab.

Das Buch „Kainegg“ hat 256 Seiten und ist im Südost Verlag erschienen. Es kostet 14,90 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

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