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Heinrichsheim

16.07.2010

Geplantes Bürgerhaus sorgt für Ärger

Geplantes Bürgerhaus sorgt für Ärger

Bekommt Neuburgs größter Stadtteil Heinrichsheim sein ersehntes Dorfzentrum? Im Bauausschuss wurde diese Woche zumindest eine erste Weiche in diese Richtung gestellt. Doch das sorgt für einigen Unmut.

Von Michael Böhm

Neuburg. Bekommt Neuburgs größter Stadtteil Heinrichsheim nun endlich sein ersehntes Dorfzentrum? Im Bauausschuss wurde diese Woche zumindest eine erste Weiche in diese Richtung gestellt.

Es wurde beschlossen, dass im Baugebiet nördlich der Heinrichsheimstraße in Richtung Schulstraße eine Art Bürgerhaus gebaut werden soll. Der eigentliche Plan, dort einen Verbrauchermarkt anzusiedeln, wird mangels Interessenten verworfen.

Das Haus beherbergt künftig den Kindergarten, wahrscheinlich werden zudem einige Räume für die Heinrichsheimer Jugendlichen eingerichtet. So lautet zumindest der politische Tenor, die genaueren Planungen stehen allerdings noch aus. Im September soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, so dass im Bestfall 2011 mit dem Bau begonnen werden kann.

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Lösung "nicht ideal"

Doch nicht überall sorgen diese Planungen für freudige Reaktionen. Im Gegenteil. Während Sissy Schafferhans, Leiterin des Kindergartens, die auf den Weg gebrachte Lösung für "nicht ideal" hält, ist Gerlinde Walter vom Jugendtreff stinksauer.

Schafferhans ist nicht begeistert, dass künftig Kindergarten und Jugendtreff in einem Haus untergebracht sind. Ihr wäre ein eigenes Domizil mit genügend Schonraum für die Kinder deutlich lieber. Aus ihrer Sicht wäre daher eine Sanierung und Erweiterung des alten Kindergartens ausreichend gewesen. Doch das ist der Stadt zu teuer. Schafferhans befürchtet nun, dass Kindergarten und Jugendtreff in einem Haus zu Ärger führen könnte. Im Stadtrat herrscht mehrheitlich allerdings eine andere Meinung vor. Jugendliche und Kindergarten würden das Haus schließlich zu unterschiedlichen Tageszeiten nutzen und kämen sich dadurch nicht in die Quere.

Auflösung des Jugendvereins

Die genauen Planungen, wo genau die Räume für die Jugendlichen untergebracht werden könnten, stehen aber ohnehin noch aus. Das wiederum ist der Grund für den Unmut von Gerlinde Walter. Sie engagiert sich seit Jahren für den Heinrichsheimer Jugendtreff, der ab dem kommenden Jahr ein neues Zuhause braucht. "Das weiß die Stadt seit 2009 und hat es bis heute noch nicht einmal geschafft, Planungen anzustellen, geschweige denn neue Räume zu finden. Das ärgert mich maßlos", schimpft Walter. Sie plant daher, im kommenden Jahr den Heinrichsheimer Jugendverein aufzulösen. "Wir stehen ab Juni auf der Straße, das neue Haus ist bis dahin ja noch nicht fertig", erklärt sie. Den Aufwand, für die Übergangszeit erneut eine neue Bleibe suchen zu müssen, wolle sie sich nicht mehr antun: "Ich will nicht länger den Trottel für die Stadt spielen."

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