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31.01.2020

Gericht: Flucht mit Gabelstapler

Schaden in Höhe von 5000 Euro

Am Ende wird die Richterin das Verfahren gegen den 36-Jährigen einstellen. Und sie wird ihm den Rat mit auf den Weg geben, sich beim nächsten Mal besser um einen Schadensfall zu kümmern – damit so etwas nicht mehr vorkommt: Unfallflucht mit einem Gabelstapler.

Mit diesem Fahrzeug nämlich soll der Ingolstädter im Sommer 2018 auf seinem Firmengelände, in das sich mehrere Unternehmer eingemietet haben, ein Auto angefahren haben. Der Schaden bezifferte sich laut Anklageschrift auf rund 5000 Euro. Doch obwohl die Beschädigung am Wagen erkennbar war, so schilderte es Staatsanwalt Johannes Riederer vor dem Amtsgericht Neuburg, habe sich der Beschuldigte unerlaubt entfernt.

Den Kratzer an der Stoßstange habe er bemerkt, räumte der Angeklagte ein. Wer dafür verantwortlich sei – ob er oder einer seiner Mitarbeiter – das wisse er nicht mehr. Trotzdem habe er sofort gehandelt und den Unfall dem Inhaber einer Autowerkstatt auf dem Firmengelände gemeldet, der sich dem Fahrzeug zuvor angenommen hatte. Dieser wiederum habe eingewilligt, sich mit dem Besitzer in Verbindung zu setzen. Nach Aussagen des Werkstattbetreibers ergibt sich jedoch ein anderer Gesprächsverlauf. Der Mann aus Ingolstadt habe seinen Kunden über den Kratzer informiert. Anschließend sollten die Beteiligten selbst Kontakt aufnehmen. „Ich wollte damit nichts zu tun haben“, bekräftigte der Zeuge. Wie er sich dabei konkret ausdrückte, habe er allerdings vergessen. „Das Entscheidende wissen Sie nicht“, fasste die Richterin zusammen. Und so kam das Gericht nicht mehr weiter. Selbst der Geschädigte konnte nicht zur völligen Klärung beitragen.

Was also tun? Wie Staatsanwalt Johannes Riederer bemerkte, hatte die Versicherung des Angeklagten erst einen Tag vor der Verhandlung Kenntnis vom Schadensfall. „Dieses Verhalten ist dämlich“, sagte der Verteidiger und bat um Verständnis für seinen Mandanten. „Es gibt Leute, die sind einfach schlampert.“ Mit Zustimmung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung stellte die Richterin das Verfahren ein. Die Fahrerlaubnis, die dem Angeklagten vorsorglich entzogen worden war, bekommt er zurück. (nr)

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