Newsticker

RKI: Erneut mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Gewinner sind die Freien Wähler

Wahlen

29.09.2008

Gewinner sind die Freien Wähler

Es war die Nacht der Freien Wähler - bayernweit, aber auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. "Wir sind ganz euphorisch", sagte Kreisvorsitzender Klaus Brems.

Von Barbara Feneberg

Neuburg-Schrobenhausen. Es war die Nacht der Freien Wähler - bayernweit, aber auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. "Wir sind ganz euphorisch", sagte Kreisvorsitzender Klaus Brems gestern Abend gegenüber der NR. Zusammen mit Landrat Roland Weigert war er gerade auf dem Weg ins Maximilaneum in München, um mit den Kollegen die drittstärkste Kraft im Landtag zu feiern.

Enttäuschung und lange Gesichter dagegen bei der CSU: Die siegesverwöhnten Direktkandidaten verloren dramatisch an Stimmen. Christine Haderthauer musste im Stimmkreis Ingolstadt-Neuburg mit 41,21 Prozent einen Verlust um fast 20 Prozentpunkte hinnehmen. Im Stimmkreis Pfaffenhofen-Schrobenhausen errang Erika Görlitz mit 43,57 Prozent zwar ebenfalls das Direktmandat, doch auch sie verlor in der Wählergunst, waren es 2003 doch noch 66,89 Prozent gewesen.

Persönlich besonders hart traf das schlechte CSU-Ergebnis auch MdL Rudolf Peterke aus Schrobenhausen, der es vermutlich nicht wieder in den Landtag schaffen wird.

Gewinner sind die Freien Wähler

Die Zahlen aus dem Landkreis bestätigen damit den bayernweiten Trend: erdrutschartige Verluste für die CSU, Aufwind für die Freien Wähler und auch die FDP. Die Liberalen holten im Landkreis 7,5 Prozent, 2003 waren es lediglich 1,9 Prozent gewesen. Philipp Philippson zeigte gemäßigten Jubel angesichts seiner 7,9 Prozent. Sein Parteikollege im Landkreis Pfaffenhofen-Schrobenhausen, Nikolaus Kühn, holte 7,04 Prozent.

Doch die großen Gewinner des Wahlabends waren eindeutig die Freien Wähler. Schlagersängerin Claudia Jung (bürgerlich: Ute Singer) erzielte auf Anhieb 19,42 Prozent der Stimmen in Pfaffenhofen-Schrobenhausen. Markus Reichhart, der im nördlichen Stimmkreis angetreten war, erreichte 14,58 Prozent der Stimmen. Beide haben gute Chancen, in den Landtag einzuziehen.

Zittern hingegen muss SPD-Kandidat Achim Werner. Persönlich hat er sein Ergebnis der letzten Wahl zwar bestätigt (17,3 Prozent / 2003: 17,6), doch die SPD musste landesweit drei Sitze abgeben. Schon 2003 rutschte er nur knapp hinein. Seine Parteikollegin Astrid Welter-Herzberger erreichte im südlichen Stimmkreis 12,82 Prozent der Stimmen - für sie persönlich ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Begeisterung herrschte übrigens auch bei den Grünen, die sich über das Ende der alleinigen CSU-Herrschaft, den "historischen Tag", freuen, wie Roland Dörfler (7,02 Prozent) sagte. Auch der Neuburger Stefan Walter strahlte angesichts seiner Zahlen: 7,23 Prozent holte der Anwalt und toppte damit das Ergebnis des Bewerbers von 2003.

Dass diese Landtagswahl besondere Bedeutung hatte, zeigen auch die Zahlen der Wahlbeteiligung. In Pfaffenhofen-Schrobenhausen machten 60,29 Prozent der Berechtigten ihre vier Kreuze (2003: 59,41). Im Stimmkreis Ingolstadt-Neuburg stieg die Wahlbeteiligung auf 51,7 Prozent (2003: 48,6).

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren