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Rennertshofen-Ammerfeld

18.12.2016

Großbrand verursacht ein Bild der Verwüstung

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Hoher Sachschaden entstand am Samstagabend beim Brand eines Stadels in Ammerfeld in der Marktgemeinde Rennertshofen.
Bild: Feuerwehr Rennertshofen

Hoher Sachschaden nach Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens. Menschen werden nicht verletzt, auch das Familienpony wird gerettet. Doch da war noch der neue Traktor...

Als am Samstagabend um 19 Uhr die Sirenen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Rennertshofen, Emskeim, Burgmannhofen, Tagmersheim, Stepperg und Neuburg heulen, können die Ehrenamtlichen nur ahnen, was sie kurz darauf erwarten wird. Die Kollegen aus Ammerfeld dagegen sehen schon früher, was bei ihnen dort im Reisweg los ist. Lichterloh steht ein Stadel in Flammen. Weithin ist das gewaltige Feuer zu sehen.

Die Ursache für den Brand, heißt es später im Bericht der Kriminalpolizei Ingolstadt, ist noch nicht geklärt. Das Wichtigste: Menschen werden nicht verletzt. Was gestern schon absehbar ist, ist der hohe Sachschaden, den das Feuer angerichtet hat. Der wird nach ersten Schätzungen um die 300000 Euro betragen.

Entdeckt hat das Feuer der Besitzer des landwirtschaftlichen Anwesens gegen 18.30 Uhr. Er lebt mit seiner Familie, die im übrigen nicht in Gefahr geraten ist, in dem Haus, das direkt an den Stadel angrenzt. Der 57-jährige Lagerist verständigt sofort über Notruf die Feuerwehr. Noch bevor die Wehren eintreffen, hat der Mann das Familienpony befreit, das in dem Stadel untergebracht ist. Auch das Pferd bleibt unverletzt.

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Die insgesamt 140 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren – vor Ort waren neben Polizeibeamten aus Neuburg und der Kripo Ingolstadt auch noch zwölf Mitglieder des Roten Kreuzes – finden ein Flammenmeer vor, als sie am Reisweg ankommen. „Da hat es überall aus dem Stadel herausgebrannt, der stand total in Flammen“, erzählt ein Floriansjünger aus Rennertshofen. Wegen der starken Rauchbildung müssen die Feuerwehrler beim Löschen teilweise schweren Atemschutz anlegen. Mit vereinten Kräften können die Rettungskräfte ein Übergreifen der Flammen auf das direkt angrenzende Zweifamilienhaus verhindern. Der Stadel und der Garagenanbau allerdings brennen vollständig ab.

Der Kampf gegen die Flammen dauert etwa zwei Stunden. Gegen 21 Uhr sind sie gelöscht. Einzelne Brandnester bleiben zurück. Den letzten von ihnen ist man auch am Morgen danach noch auf der Spur. Gestern früh, bei Tageslicht, ist zudem das Ausmaß der Verwüstung zu sehen, die das Feuer angerichtet hat. Denn neben dem völlig zerstörten Stadel und dem ausgebrannten Garagenanbau gibt es weiteren, erheblichen materiellen Schaden. Zerstört haben die Flammen zum Beispiel eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stadels und zahlreiche landwirtschaftliche Gerätschaften. Zu denen gehören auch zwei Traktoren. Einer von ihnen ist nagelneu und steht erst seit zwei Tagen in dem Stadel.

Nachdem noch nicht geklärt ist, was den Großbrand ausgelöst hat, hat die Kriminalpolizei Ingolstadt die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Sie nimmt auch sachdienliche Hinweise unter Telefon 0841/9343-0 entgegen.

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