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Ingolstadt

02.12.2019

Großer Bahnhof bei Audi in Ingolstadt

Zahlreiche Ehrengäste durchschnitten bei der Einweihung des neuen Audi-Bahnhalts das obligatorische Band (von links): Hugo Gatza (Abteilungsleiter Eisenbahn des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur), Ronald Pofalla (Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG), Oberbürgermeister Christian Lösel, Staatskanzleichef Florian Herrmann, Audi-Produktionsvorstand Peter Kössler, Betriebsratsvorsitzender Peter Mosch und Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl. 
Bild: Luzia Grasser

Am Montag wurde der neue Bahnhalt beim Audi-Werk eingeweiht. Doch „Ingolstadt Audi“ soll nur ein Kernpunkt im künftigen Nahverkehrsprogramm der Stadt sein.

Pünktlich um 12.31 Uhr kündigt ein lautes Hupen den Regionalexpress aus München an. Endstation: Ingolstadt Audi. Unter den Ehrengästen, die dem Zug in der Nähe der Technischen Entwicklung entsteigen, sollte am Montag auch Ministerpräsident Markus Söder sein, um zu demonstrieren, welcher Meilenstein der neue Bahnhof ist. Söder war dann kurzfristig verhindert, doch auch so klang bei den Grußworten der Ehrengäste durch, dass an diesem Tag „ein Freudentag für Ingolstadt“ ist. So jedenfalls formulierte es Oberbürgermeister Christian Lösel.

Die Ehrengäste tauften bei den Einweihung des Bahnhalts einen Regionalexpress auf denselben Namen: Ingolstadt Audi.
Bild: Luzia Grasser

Vor 20 Jahren waren die ersten Gedanken aufgekommen, einen Bahnhof für Audi-Pendler einzurichten. Doch lange geschah nichts. Aber die Staus zu Stoßzeiten in der rasant wachsenden Stadt wurden immer länger, der Ärger über das Verkehrschaos größer. Und so begannen der Freistaat Bayern, die Stadt Ingolstadt, die Bahn und Audi vor knapp zwei Jahren mit dem Bau das 15,4-Millionen-Projekts. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember wurde der Bahnhalt nun fertig gestellt und eingeweiht.

Der neue dritte Ingolstädter Bahnhof liegt an der Bahnstrecke München - Ingolstadt - Treuchlingen

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Der neue und damit dritte Ingolstädter Bahnhof liegt an der Bahnstrecke München – Ingolstadt – Treuchtlingen. Im Stundentakt werden die Züge künftig dort halten. Angebunden an den neuen Bahnhof ist eine Verkehrsdrehscheibe mit Busbahnhof, Radabstellplätzen und Parkplätzen. Experten rechnen damit, dass es täglich 3000 Ein- und Ausstiege geben wird. Doch der Bahnhalt soll, wenn es nach Lösel geht, erst der erste Schritt sein zu einer Neuausrichtung des Nahverkehrs in Ingolstadt. Zusammen mit Bundestagsabgeordnetem Reinhard Brandl hat er an Bahnvorstand Ronald Pofalla einen Brief geschrieben. Beide wollen erreichen, dass deutlich mehr ICEs in Ingolstadt halten. Und für Berufspendler sollen die Züge mit mehr Wagen zu den Stoßzeiten ausgestattet werden.

Endstation Ingolstadt Audi: Am Montag machte der erste Zug Halt.

Auch beim Audi-Bahnhalt gibt es laut Lösel noch Verbesserungsbedarf. Neben der nur einstündigen Taktung fahren die Züge außerdem zu ungünstigen Zeiten für Schichtarbeiter. Ab 2024 könnte durch Agilis allerdings ein Halbstundentakt eingerichtet werden. Dazu muss allerdings der Bahnhof in Gaimersheim umgebaut werden, um dort eine Wendemöglichkeit für die Züge zu schaffen. Ein weiterer Wunsch von Lösel ist ein Halt am ehemaligen Gießereigelände.

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