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Umwelt in Neuburg

05.06.2020

Grüne fordern Zuschüsse für Lastenfahrräder in Neuburg

Einige Städte bieten ihren Bürgern einen Zuschuss für den Erwerb von Lastenfahrrädern.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Plus Fraktionsvorsitzender Gerhard Schoder hat zwei Anträge an Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Unter anderem soll den Fahrradhändlern in der Region unter die Arme gegriffen werden.

Die Grünen wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen der durch Corona gebeutelten Wirtschaft unter die Arme greifen und zum anderen Neuburg ein bisschen grüner machen. Deswegen hat Fraktionsvorsitzender Gerhard Schoder zwei Anträge an Oberbürgermeister Bernhard Gmehling gestellt.

Neuburger Fahrradhändler seien stark von der Corona-Krise betroffen

Im ersten geht es um das Fahrzeuge, die in den Förderkatalog der Stadt mitaufgenommen werden sollen. Ähnlich den Gastwirten und Schaustellern erlitt auch der Einzelhandel in Neuburg in den vergangenen Monaten erhebliche Umsatzeinbußen, erklärt Schoder. Davon seien insbesondere die Neuburger Fahrradhändler betroffen, deren verkaufsstarke Monate im Frühling quasi auf Reparatur und Service beschränkt waren.

Die Grünen fordern, dass folgende Fahrzeuge in den Förderkatalog aufgenommen werden: Lastenfahrräder mit E-Unterstützung je 300 Euro, Lastenfahrräder ohne E-Unterstützung je 100 Euro und Fahrradanhänger für Kinder oder Lasten je 50 Euro. Den Antragstellern soll ein kleiner, attraktiver Aufkleber mitgegeben werden, der auf das Neuburger Umweltförderprogramm hinweist, mit der freundlichen Bitte um Anbringung am geförderten Fahrzeug.

Grüne fordern Zuschüsse für Lastenfahrräder in Neuburg

Die Anzahl der zu fördernden Fahrräder wird auf 200 (bisher: 150) angehoben. Für Anhänger besteht keine Mengenbegrenzung außer der Größe des Gesamttopfes. Der Förderkatalog wird schnellstmöglich angepasst. Sonstige Konditionen wie bisher bei E-Fahrrädern. Begründung: Die Förderungen fließe zu einem Großteil in Käufe in der Region oder in Neuburg selbst und unterstütze so direkt die heimische Wirtschaft. „Die Stadt Neuburg kombiniert mit dem Ausbau der Elektrofahrzeuge-Förderung eine Investition in ihre nachhaltigen Wirtschaftszweige und gleichzeitig auch in den Umweltschutz: es gelingt hier lokal, was in der „großen Politik” oftmals unmöglich erscheinen mag“, so Schoder.

Klima- und Ressourcenschutz: Grüne wollen die Erhöhung des Budgets für Förderungen

Im zweiten Antrag geht es den Grünen um die Erhöhung des Budgets für Förderungen aus dem Förderprogramm Klima- und Ressourcenschutz einmalig für 2020 um 20.000 Euro.

Die Auswertungen der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass die Bürger für Fördermaßnahmen wie zum Beispiel energetische Sanierungen vornehmlich regionale Firmen in Anspruch nehmen. Das Geld aus dem Fördertopf fließe also auch in die Stärkung Neuburger Arbeitsplätze in kleinen und mittelständischen Betrieben. Gleichzeitig sei die Akzeptanz des Förderprogrammes in diesem Jahr besonders gut, vielleicht weil die Bürger auch Zeit und Energie in Sanierungen und förderfähige Projekte investiert haben. Mit der einmaligen Erhöhung in der Höhe ähnlich zu den Förderungen für Gastronomie und Einzelhandel steige Chance, dass jeder interessierter Bürger 2020 ein passendes Förderprogramm in Anspruch nehmen kann.

„Wir sehen diese Vorschläge als kluge Kombination von Wirtschaftsförderung und Umweltschut – also im „kleinen lokalen Rahmen“ genau das, was in unseren Augen brauchen, um in Neuburg und Deutschland einen neuen Aufschwung anzukurbeln“, erklärt Gerhard Schoder das Anliegen der Grünen und bittet um zeitnahe Behandlung in einer der nächsten Stadtratssitzungen.

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