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Umlandprojekte

19.05.2015

Guter Nachbar, böser Nachbar?

Ingolstadt hat nichts gegen das Vorhaben von Scherm in Karlskron. Wohl aber gegen die Entwicklungspläne der Nachbargemeinde Wettstetten

Nachbarschaftsangelegenheiten beschäftigten zuletzt den Stadtentwicklungsausschuss.

In einem Fall ging es ziemlich reibungslos: Ingolstadt sollte Stellung beziehen zur Änderung des Gewerbegebietes Probfeld in der Gemeinde Karlskron. Auslöser ist ein Vorhaben der Firma Scherm. Die möchte eine 8000 Quadratmeter große Halle errichten, in der ein so- genanntes Mitarbeiter-Gebrauchtwagen-Center realisiert werden soll. Der Bauraum ist auf eine Fläche von 100 mal 100 Meter begrenzt, die Wandhöhe darf maximal zwölf Meter betragen, heißt es in den vorgesehenen Festsetzungen.

Von Interesse aus Ingolstädter Sicht war im Grunde nur die Regelung der Verkehrswege. Die An- und Abfahrt ist über die Staatsstraße 2048 mit einer eigenen Linksabbiegespur vorgesehen. Für die Stadträte im Ausschuss stellte das kein Problem dar. Allerdings regt die Stadt eine Prüfung an: Eine mögliche Anbindung der geplanten Halle an die vorhandenen Betriebsgebäude weiter südlich solle untersucht werden. Ansonsten wurde der Bebauungsplanänderung in der Nachbargemeinde zugestimmt.

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Deutlich kritischer sieht man im Ingolstadter Rathaus, was in der Nachbarschaft an der nördlichen Stadtgrenze alles passieren soll. Die Gemeinde Wettstetten möchte den Bebauungsplan „Am Feuergalgen II“ realisieren. Dort soll ein neues Wohngebiet entstehen. Die reine Wohnbaufläche soll immerhin knapp drei Hektar betragen. Das bedeutet Platz für mindestens 200 Menschen.

Darüber hinaus gibt es in Wett-stetten Überlegungen, ziemlich an der Stadtgrenze zu Ingolstadt auch neue Gewebeflächen auszuweisen, wusste der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion, Hans Achhammer zu berichten. Er warnte etwas davor. Auch deshalb, weil Wettstetten die Verkehrsanbindung teilweise über Ingolstädter Flur plant. Solche Pläne müsse man „mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen“, sagte Achhammer und schlug vor, den Antrag der Nachbargemeinde zur nochmaligen Vorberatung in die Fraktionen zu geben. Diesem Vorschlag folgte man einstimmig. In die nächsten Überlegungen einbezogen werden sollen auch erste Erkenntnisse, wie sich die Verkehrssituation im Grenzland zwischen beiden Kommunen entwickelt hat, wenn demnächst das fehlende Teilstück der Nordumgehung seiner Bestimmung übergeben wird. Mittelfristig will Wettstetten den „Feuergalgen“ an die Umgehung anbinden. (haju)

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