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Ausbildung in Neuburg

17.07.2020

Handwerk in Neuburg: So viel hat Maria Karpf in ihr Gesellenstück investiert

Maria Karpf und ihr Gesellenstück – ein freihängender Schrank, in dem sich ein Schminkplatz verbirgt.
Bild: Manfred Dittenhofer

Plus Die Auszubildenden im Schreinerhandwerk legen auch in Neuburg und der Region ihre Gesellenprüfung ab. Eine wichtige Zeit ist es für Maria Karpf – ihr Gesellenstück wird sie ein Leben lang begleiten.

An diesem Wochenende ist es wieder so weit. Die Auszubildenden im Schreinerhandwerk legen ihre Gesellenprüfung ab. Coronabedingt werden die Gesellenstücke dieses Mal als Online-Ausstellung präsentiert. Gesellenstücke sind ein lebenslanger Begleiter für die Erbauer. So auch für Maria Karpf. Die Wagenhofenerin hat während der vergangenen drei Jahre bei der Neuburger Firma Holz-Struktur Fortner eine Ausbildung zur Schreinerin durchlaufen.

Ausbildung: 80 Stunden hat Maria Karpf in ihr Gesellenstück investiert

Ihr Gesellenstück kann sie gut gebrauchen. „Ich schminke mich gerne und hatte nie richtig Platz für all meine Schminkutensilien“, sagt die 18-Jährige lachend und klappt den Hängeschrank auf, den sie selbst geplant und gefertigt hat.

Dahinter verbirgt sich ein Schminkschrank mit beleuchtetem Spiegel. 80 Stunden hatte die angehende Schreinergesellin für ihr Gesellenstück Zeit. Neben der theoretischen Prüfung, einer Anhörung und einer praktischen Prüfung ist das Gesellenstück der Teil der Prüfung, der zugleich Andenken und Gebrauchsgegenstand für die Schreiner ist. Lehrherr Bernhard Fortner hat sein Sidebord von damals immer noch in Gebrauch. Der Möbelschreiner würde Maria Karpf gerne als Mitarbeiterin behalten. Die aber hat nun vor, die BOS zu besuchen und danach zu studieren.

„Na, vielleicht kommt sie danach wieder zu uns.“ Bernhard Fortner hat Maria Karpf beim Bewerbungstraining in der Paul-Winter-Realschule in Neuburg kennengelernt. Das Training hatte der Schreinermeister vor 15 Jahren mit ins Leben gerufen und sieht darin eine erste und gute Möglichkeit für Schüler wie auch für Lehrstellenanbieter, sich kennen zu lernen. Maria Karpf wollte schon immer Schreinerin werden.

Hier kann man die Stück der Gesellen der Schreinerinnung besichtigen

Ihr Opa hatte eine Schreinerei und in dessen Werkstatt war sie groß geworden. So wählte sie Bernhard Fortner für das Bewerbungsschulunggespräch. Und der lud sie zu einem Schnupperpraktikum ein. Die Arbeit und die Kollegen in der Möbelschreinerei sagten der damaligen Schülerin zu, sodass der Ausbildungsvertrag schnell unterschrieben war. Durch das Bewerbungstraining findet Bernhard Fortner immer noch gute Azubis. Und auch Mädchen sind immer wieder darunter.

Mitte der Woche kann man die Werkstücke der Gesellen der Schreinerinnung Neuburg-Schrobenhausen im Internet besichtigen.

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