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Königsmoos-Untermaxfeld

13.03.2018

„Hausgemachte“ Späße und Musi

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2 Bilder
Das fesche BGK-Ballett trat im Stil der Goldenen Zwanziger auf.
Bild: Andreas Edler

Die Bürgergemeinschaft Königsmoos bot dem Publikum in der Donaumooshalle eine wahres Feuerwerk der guten Laune. Wem die „Moos-Bavaria“ die Leviten las.

Eine echte Institution in der Fastenzeit ist das Starkbierfest der Bürgergemeinschaft Königsmoos (BGK) in der Donaumooshalle. Zum mittlerweile 23. Mal lud die BGK zu starkem Bier und deftigen Brotzeiten. Ein „hausgemachtes“ Programm sorgte für gute Unterhaltung. Die „Moos-Bavaria“ kam derweil ins Gespräch mit himmlischen Größen und erklärte, was es mit Kartoffeln auf der Straße so auf sich hat.

„Ein Feuerwerk der guten Laune“, versprach Moderator Klaus Benz bei der Begrüßung dem zahlreichen Publikum in der Donaumooshalle in Untermaxfeld. Über 300 Besucher, für die später Gekommenen mussten zusätzliche Tische aufgestellt werden, hieß der 1. Vorsitzende der BGK, Gerhard Edler, willkommen. Die Gäste sahen zum Auftakt, wie Bürgermeister Heinrich Seißler unter Aufsicht der bayerischen Kartoffelkönigin Jaqueline I. das erste Fass Laurentius-Bock gekonnt mit zwei Schlägen anzapfte. Ein buntes Programm aus Musik, abwechslungsreichen Einlagen und einer Starkbier-Meisterschaft bot dem Publikum einen heiteren und stimmungsvollen Abend. Unter der Leitung von Grit Braun spielte die Königsmooser Musi traditionelle bayerische Waisen, ehe später das Donaumoos-Duo (Reinhold Pallmann, Jakob Müller) mit flotten Liedern die Gäste auf die Tanzfläche lockte. „Bei so einem Fest, da muss ein Rad ins andere greifen, sonst funktioniert das nicht“, wusste auch Klaus Benz, der gewohnt heiter und nie um einen flotten Spruch verlegen durch den Abend führte. Deswegen müsse er den Königsmoosern auch ein besonderes Lob aussprechen: „Hier ist nämlich das Programm noch hausgemacht, hier werden keine Künstler eingeflogen.“

Dass dies auch gar nicht nötig ist, bewiesen die Königsmooser Landfrauen, die in feschen, roten Kleidchen im Stil der 1920er Jahre als BGK-Fernsehballett (Karin, Steffi und Anna-Lisa Ziegler, Martina Spreng, Alex Demuth, Ramona Bolleininger, Olga und Katja Edler, Rosi, Lisa und Katja Lehmeier, Sandra Bitterwolf, Sabine Beck, Anna Ziegler) für Begeisterung sorgten. Zwischen den einzelnen Programmpunkten wurde um die Königsmooser Starkbiermeisterschaft gerungen: Mit einer „Laurentius Trinkhilfe“ versuchten jeweils sechs Damen oder Herren pro Team, die Maß Starkbier beziehungsweise Radler möglichst schnell zu leeren. Am Ende tranken sich Die Gsunden bei den Herren ganz nach vorne, bei den Damen „literten“ Die wilden Hühner die Maß unter neun Sekunden.

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Fast ohne Hilfe kam die „Moos-Bavaria“, verkörpert von Sabine Beck“, aus. Lediglich ein technischer Fehler am Mikro sorgte für eine ungewollte Unterbrechung ihres Vortrags, von dem sie sich aber nicht aus der Ruhe bringen ließ. Humorvoll und kurzweilig las sie den Lokalpolitikern die Leviten und wusste auch sonst Allerlei aus der Gemeinde zu berichten. Das reichte von einer Gemeindebürgerin, die ihren Rasen im Frühjahr ohne Messer im Mäher kürzen wollte – das hatte ihr Mann über den Winter nämlich ausgebaut – , über einen Baron aus Obergrasheim, der sich anschickt, die Nachfolge Richard „Mörtel“ Lugners auf dem Wiener Opernball zu übernehmen, bis zu ein paar jungen Wilden, die statt der Heimfahrt ins Donaumoos eine ungewollte Irrfahrt von München über Landshut und Regensburg erlebten. Eine Erklärung, warum des Öfteren jede Menge Kartoffeln auf der Straße liegen, hatte die Bavaria auch noch: „Das passiert, wenn man den Ganghebel mit dem Kippschalter für den Hänger verwechselt.“ Selbst kirchliche Würdenträger verschonte die „Moos-Bavaria“, deren Rede von gelegentlichen Einwürfen himmlischer Bayerngrößen (Markus Ziegler als Franz Josef Strauß, Jürgen Rebhan als Karl Valentin, Rosi Lehmeier als König Ludwig II. und Gerhard Edler als Engel Aloisius) begleitet wurde, nicht. Riet sie doch dem Kirchenvertretern eher davon ab, an einem Seniorennachmittag eine Predigt über „das Lichtausblasen“ zu halten.

Mit den jungen Wilden der BGK (Katja, Franziska, Alexander Edler, Phiipp Klink, Florian Reichert, Lisa Lehmeier und Matthias Fischer) wurde es dann im Anschluss wieder rockiger auf der Bühne. Zum Spider-Murphy-Gang Hit „Schickeria“ lieferten sie eine tolle sportliche Darbietung, selbst vor Hebefiguren und einer Bierkasten-Choreografie schreckte die Truppe nicht zurück. Verantwortlich für die eingeübten Stücke zeigte sich wie in den vergangenen Jahren Alexandra Demuth, die von der BGK nochmals besonders geehrt wurde.

Das „Grande Finale“ bestritten die „Ewig Jungen Alten“ der BGK, die als „verkürzte“ Version von DJ Ötzi (Leo Pallmann), Andreas Gabalier (Jürgen Bolleininger) und Helene Fischer (Tobias Lehmeier) ihre Hits zum Besten gaben, nachdem Stefan Fäustlin mit einer Rap-Einlage das Warm-Up übernommen hatte.

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