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Rennertshofen/Bergheim/Neuburg

01.10.2019

Heimberggruppe: Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden

Seit zwei Wochen müssen die Haushalte, die an das Netz der Heimberggruppe angeschlossen sind, ihr Wasser abkochen. 
Bild: Julian Leitenstorfer

Warum sich Bürger aus Rennertshofen, Bergheim, Neuburg und Marxheim weiterhin gedulden müssen.

Die Abkochanordnung für das Leitungswasser der Heimberggruppe bleibt weiterhin bestehen. Erst wenn eine durchgehend konstante Chlorung des Wassers in allen Leitungsabschnitten im Verteilgebiet erreicht ist, kann das Abkochgebot aufgehoben werden. Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Vor zwei Wochen wurden im Wassernetz der Heimberggruppe Bakterien (Enterokokken) nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen hat daraufhin die Abkochanordnung erlassen, das folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile betrifft:

  • Gemeinde Rennertshofen: Ammerfeld, Asbrunn, Bertoldsheim, Ellenbrunn, Erlbach, Hatzenhofen, Hütting, Kienberg, Mauern, Rennertshofen, Riedensheim, Rohrbach, Stepperg, Treidelheim, Trugenhofen
  • Gemeinde Bergheim: Attenfeld, Unterstall
  • Stadt Neuburg: Bergen, Joshofen
  • Gemeinde Marxheim: Burgmannshofen

Trinkwasser muss voraussichtlich noch übers Wochenende abgekocht werden

Dass die betroffenen Bürger ihr Trinkwasser immer noch nicht unbedenklich benutzen können, liegt an dem verzweigten Leitungsnetz der Heimberggruppe. „Über die Jahre sind immer wieder Ortsteile angeschlossen worden, sodass das Netz der Heimberggruppe eher ungünstig verteilt ist“, erklärt Dr. Johannes Donhauser vom Gesundheitsamt, der die Trinkwasserqualität überwacht. Seit das Abkochgebot am 16. September erlassen wurden, würden jeden Tag ein Dutzend Wasserproben genommen werden. Doch bislang habe sich das Chlor, das die Bakterien abtöten soll, nicht konstant im Leitungsnetz verteilt. „Dort, wo viel Wasser verbraucht wird, kommt das Chlor auch gut an. Probleme gibt es aber an den sogenannten Endsträngen, wo der Durchfluss nicht so hoch ist“, sagt Donhauser. Die Heimberggruppe versucht an diesen Stellen, die Leitungen zusätzlich zu spülen. Doch nichtsdestotrotz seien die Chlorwerte aktuell noch zu schwankend, als dass das Gesundheitsamt das Abkochgebot aufheben könnte. „Sicherheit geht vor, auch wenn wir wissen, dass die Situation für die Bürger lästig ist.“

Donhauser geht davon aus, dass das Wasser auch noch übers Wochenende abgekocht werden muss. Selbst wenn das Wasser wieder unbedenklich genutzt werden kann, werden die Bürger eventuell einen Chlorgeruch wahrnehmen. Denn die eigentliche Desinfektion des Leitungsnetzes beginnt erst dann, wenn das Abkochgebot aufgehoben wurden. Ab diesem Zeitpunkt wird das Wasser nach Informationen von Donhauser dann vier Wochen lang gechlort.

Für Rückfragen zur Trinkwasserhygiene steht die Heimberggruppe unter Telefon 08434/484 zur Verfügung.

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