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Bergheim

22.09.2020

Herzlicher Empfang für Pfarrer Konrad Willi in Bergheim

Pfarrer Konrad Willi hält einen symbolischen Kirchenschlüssel in der Hand, den er von Domkapitular Josef Funk überreicht bekommen hatte.

Plus Der Pfarradministrator ist künftig für die Pfarreien Bergheim, Unterstall und Joshofen zuständig. Bei seinem Willkommensgottesdienst bedankte er sich für den herzlichen Empfang und bewies Humor.

Einen feierlichen, teilweise Aufbruchstimmung verbreitenden Installationsgottesdienst bereiteten die Bergheimer, Unterstaller und Joshofener ihrem neuen Pfarradminstrator Konrad Willi. Für den Humor war offensichtlich Bürgermeister Tobias Gensberger zuständig, der die Ortschroniken von Bergheim und Unterstall als Geschenk mitgebracht hatte und selbstironisch anmerkte, die Bergheimer seien nicht gerade „das einfachste Völkchen – da spreche ich aus Erfahrung“.

Aber mit etwas Unterstützung, von der es hier reichlich gebe, habe es bislang jeder geschafft. Als Nachbar müsse er sich nun umstellen, denn „zehn Jahre lang habe ich einen Jäger als Nachbarn gehabt und nun haben sie mir einen Vegetarier geschickt“. Pfarrer wie Bürgermeister hätten gemeinsam, dass beide aufpassen müssten, nicht Wasser zu predigen und selber Wein zu trinken.

Pfarrer Willi bekam symbolisch den Kirchenschlüssel überreicht

Zunächst aber verlas Domkapitular Josef Funk in seiner Eigenschaft als Dekan die Ernennungsurkunde und holte die doppelte Bereitschaftserklärung von Pfarrer sowie Gemeinde, vertreten durch rund 150 Gottesdienstbesucher, ein. Anschließend übergab er Pfarrer Willi symbolisch einen Kirchenschlüssel als Zeichen dafür, dass ihm nun die geistlichen und weltlichen Angelegenheiten der Pfarreien übertragen sind.

Dem frischgebackenen Pfarradministrator der Pfarreien St. Mauritius Bergheim, St. Magnus Unterstall und Heilig Kreuz Joshofen werde die Ernennung zum Pfarrer innerhalb der nächsten zwei Jahre in Aussicht gestellt, teilte der Dekan mit. Vom Schuldienst sei er befreit, da er für einen überpfarreilichen pastoralen Dienst vorgesehen sei.

Bürgermeister Tobias Gensberger schenkte Pfarrer Konrad Willi die beiden Chroniken von Bergheim und Unterstall. Daneben: Ruhestandspfarrer Andreas Kiermaier.

„Mit einer Amtsübernahme sind stets auch neue Hoffnungen und Erwartungen verbunden – beim Pfarrer ebenso wie in anderen Berufen auch“, begann Funk seine Predigt um die Wunderheilung eines Taubstummen, zu dem Jesus sagte: „Effata“, was soviel heißt wie „Öffne dich“. Der Taubstumme stehe für Menschen, die sich Gott entfremdet haben und ihre eigenen Kreise ziehen, die selber sprachlos geworden seien, aber meinen, Gott rede nicht mehr mit ihnen.

Die Selbstüberschätzung führe dazu, dass Gottes Worte der Liebe und der Freiheit nicht mehr gehört werden. „Ich wünsche dir, dass es dir gelingt, zu Herzen und Ohren der Menschen vorzudringen“, schloss der Domkapitular. Zu seinen Konzelebranten zählte neben dem Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nassenfels, Pfarrer Slawomir Gluchowski, und Pfarrvikar Florian Leppert auch Ruhestandspfarrer Andreas Kiermaier, Ehrenbürger der Gemeinde und Vorvorgänger von Pfarrer Willi.

Am Sonntagabend war der neue Pfarradministrator für Bergheim, Pfarrer Konrad Willi, in sein Amt eingeführt worden.

Der Kirchenchor unter Leitung von Regina Gensberger und die Musikkapelle Bergheim gestalteten den Gottesdienst musikalisch, und der Bergheimer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jürgen Bauer erinnerte die Gläubigen daran, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, wieder einen Administrator bekommen zu haben.

„Wir sollten es dankbar annehmen und ihn entsprechend behandeln“, meinte Bauer und wünschte sich von Willi, er möge „unsere Herzen neu entzünden für das Evangelium wie es Jesus bei den Emmausjüngern gelang“, und den Pfarrangehörigen ein guter Seelsorger sein. Ein herzliches Willkommen vom Pfarrgemeinderat Unterstall überbrachte Markus Maier, und Joshofens Pfarrgemeinderätin Jana Lurz berichtete, der neue Pfarradministrator habe die Joshofener bereits bei seinem Antrittsgottesdienst mit „viel Wissen und offenen Worten“ sehr beeindruckt.

Pfarrer Konrad Willi dankte den Beteiligten

„Sie haben schon festgestellt, wie vielfältig und unterschiedlich unsere drei Orte sind“, sagte sie, „aber alle wünschen sich eine lebendige Pfarrei“.

Pfarrer Konrad Willi dankte den Rednern für ihre Worte, dem Chor, der Blasmusik und den Fahnenabordnungen der Vereine für die Mitgestaltung des Gottesdienstes sowie den vielen Ehrenamtlichen, die ebenfalls zum Gelingen beigetragen oder Unkraut gejätet und Obst geerntet hatten. „Jetzt können wir Schnaps brennen – dann gibt’s einen Willi“, bewies er Humor.

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