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Radfahren

05.07.2014

Hier sollte nachgebessert werden

Radweg: Auf der Donaubrücke ist er eindeutig gekennzeichnet. Doch viele Radfahrer nehmen die andere Straßenseite. Streng genommen ist das nicht erlaubt.
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Radweg: Auf der Donaubrücke ist er eindeutig gekennzeichnet. Doch viele Radfahrer nehmen die andere Straßenseite. Streng genommen ist das nicht erlaubt.

Den Drahtesel rückt die Stadt Neuburg in den kommenden drei Wochen in den Mittelpunkt. Wir wollten vorab schon einmal wissen, wo es auf den Radwegen Probleme gibt

Neuburgs Radwegenetz ist nicht perfekt. Dessen ist sich Birgit Bayer-Kroneisl bewusst. Deswegen hat die Umweltingenieurin der Stabsstelle Umweltschutz und Agenda in der Stadtverwaltung Neuburg für die Aktion „Stadtradeln“ angemeldet. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zum Radfahren zu animieren, aber auch das Thema Fahrrad und Radwege ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Noch bevor die Aktion am kommenden Montag, 7. Juli, startet, gab es schon einige Reaktionen auf den Aufruf, der Neuburger Rundschau Missstände zu melden.

Großes Ärgernis sind für viele Bürger die Geisterfahrer. Besonders auf der Donaubrücke wird das Rechtsfahrgebot oft nicht eingehalten, wie Bob Maaskant beobachtet hat: „Hier muss ich immer wieder feststellen, dass die meisten Bürger und Schüler aus Laisacker, Bittenbrunn und Neuburg Nord links auf der Donaubrücke stadtauswärts fahren.“ In seinen Augen wäre das Einhalten der Gesetze eine der einfachsten Verbesserungen für ein unfallfreies Radfahren.

Die Rechtslage ist eindeutig. Mit einem blauen Schild ist der Radweg über die Donaubrücke gekennzeichnet. Wer aus der Luitpoldstraße kommt, muss rechts auf der Straße bleiben, bis er nach dem Café Huber auf den Radweg auffahren kann. Das Linksfahren ist verboten, wie Polizist Werner Schade sagt. 20 Euro werden fällig, wenn man erwischt wird. Doch das ist der casus knacktus. Die Neuburger Polizei hat nicht das Personal, flächendeckend zu kontrollieren. Selbstverständlich werde eingegriffen, wenn der Streife etwas auffalle, aber für große Kontrollaktionen brauchen die Neuburger die Hilfe der Bereitschaftspolizisten. Erst vor zwei Wochen, so Schade, hätten die Kollegen aus Eichstätt Radfahrer in Neuburg kontrolliert. Gerade an Häuserecken kann das Geisterfahren schnell zu einer großen Gefahr werden – vor allem, wenn der unbedarfte Fußgänger oder Radfahrer nicht damit rechnet, dass ihm ein „Falschfahrer“ entgegenkommt. Das Huberecke ist eine beliebte Stelle, um sich die Wartezeit an der Ampel zu sparen: von der Luitpoldstraße kommend links auf den Fußweg und dann an der Elisenlounge vorbei zur Donaubrücke.

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Besonders wer von außerhalb nach Neuburg hinein will, hat an manchen Stellen schlechte Karten. Günter Reinwald bemängelt: „Es gibt keine Möglichkeit von Marienheim nach Neuburg zu radeln, ohne die Bundesstraße überqueren zu müssen.“ Das sei besonders für Kinder und Senioren lebensgefährlich. Kompliziert ist es auch, von Kreut kommend zum Südpark zu fahren, wie Georg Neubauer festgestellt hat. Er sei jährlich mehrere tausend Kilometer mit dem Rad unterwegs, aber bei der Fahrt über die Ortsumgehung zum Südpark habe er immer ein sehr ungutes Gefühl, das er ansonsten bei Fahrradfahrten auf Straßen nicht kenne.

Anna Mittl zieht mit der Stadt hart ins Gericht. Sie fragt: „Wo sind keine Missstände für die Fahrradfahrer und deren Wege? Ich kann nur marode Wege befahren mit Baustellen, Teerstücken am Wegesrand sowie Fräskanten.“ Gerade die Grünauer Straße sei kein schöner Anblick für Fremde.

Gefährlich in den Augen von Günther Kuntscher ist die Abfahrt zur Hölle in Richtung Unterführung und Brandl. Das Schild „Bitte rechts fahren“ sei gut gedacht, aber dies sei oft nicht möglich, da vor der Einfahrt zur Unterführung Autos parken.

Außerdem mangle es generell an Beschilderungen. Beispiel Finkenstein. Kuntscher hat oft Touristen beobachtet, die am Radweg entlang der Donau von Stepperg kommend beim Grillplatz absteigen und nicht wissen, wo es weitergeht. Drei Wege zweigen dort ab. Die Neuburger wissen, dass sich alle drei wieder um die Bittenbrunner Staustufe herum treffen, Auswärtige aber nicht.

Anmeldung unter www.stadtradeln.de/radlerbereich Außerdem kann jeder unter www.stadtradeln.de/radar.html in eine Karte eintragen, an welchen Stellen in Neuburg Verbesserungen notwendig sind.

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