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05.07.2010

Hilferufe aus der Donau

Hilferufe aus der Donau
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Hilferufe aus der Donau

Neuburg Hilferufe ertönen am Samstagvormittag vom südlichen Ufer der Leopoldineninsel und gleichzeitig an der Brandlwiese sowie aus dem Stausee Bittenbrunn. Als dazu noch die Sirenen in Neuburg aufheulten, herrschte für kurze Augenblicke eine angespannte Atmosphäre. Aber Gott sei Dank war alles nur eine Übung. Die Sirenen wurden für den vierteljährlichen Probealarm eingeschaltet und die Szenarien am und im Fluss waren Stationen einer Gemeinschaftsübung des Roten Kreuzes, der Wasserwacht und der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg. Dabei übten Rettungskräfte ihr Zusammenspiel und demonstrierten pünktlich zur Badesaison ihre Schlagkräftigkeit im und am Wasser.

16 Rettungskräfte des BRK-Kreisverbandes und HVO (Helfer vor Ort) Burgheim trainierten Rettungsübungen aus dem Wasser sowie die medizinische Erstversorgung. Harald Schlichter hatte zusammen mit einem Organisationsteam des BRK-Kreisverbandes fordernde Aufgaben zusammengestellt.

Gestartet wurde am nördlichen Donauufer, am neuen Sandbadestrand der Schlösslwiese. Die Badegäste staunten nicht schlecht, als die BRK'ler mit einem Herz-Lungen-Wiederbeatmungsgerät sowie Frühdefibrillator loslegten und zeigten, wie man im Ernstfall wiederbelebt. Bei über 30 Grad im Schatten eine schweißtreibende Angelegenheit.

Anders an der Insel. Dort stürzte sich an der zweiten Station ein Wasserwacht'ler in die 20 Grad erfrischen kühlen Donaufluten und schrie um Hilfe. Die Übungsteilnehmer versuchten ihn mit Rettungsleinen, an denen Bälle oder größere Griffe angebracht waren, an Land zu ziehen.

Hilferufe aus der Donau

"Die Teilnehmer sind alle gut ausgebildet, aber man lernt nie aus und so waren alle hochmotiviert bei der Sache", so Schlichter. Koordiniert wurde die Übung vom neuen Einsatzleitwagen. An der Brandlwiese hatten die Feuerwehr'ler eine im wahrsten Sinne des Wortes heiße Aufgabe vorbereitet. Stadtbrandmeister Markus Rieß und seine Ehrenamtlichen testeten die Übungsteilnehmer an einem brennenden Dummy. Den galt es mithilfe einer Decke oder anderen Hilfsmitteln zu löschen.

Nur wenige Meter weiter musste ein Dummy aus einem Dickicht "gerettet" und medizinisch erstversorgt werden. Drei Kilometer flussaufwärts waren es mitten aus dem Stausee Bittenbrunn Hilferufe einer Frau, die sich nur mit Mühe über Wasser halten konnte und über starke Rückenschmerzen klagte. Die Retter befestigten das Hilfsmittel noch im Wasser an das "Opfer" und zogen die Frau an Bord. An der Staustufe wurde sie via Hilfskran an Land gehievt.

"Alles ist super verlaufen und alle haben gut mitgemacht. Einziges Handicap heute war die extreme Hitze", so Schlichter. Bei seinem Resümee sagte er: "Wir hoffen, dass wir während der Badesaison nichts zu tun bekommen, aber wenn etwas passiert, können die Bürger sicher sein, dass wir bestens vorbereitet sind".

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