Fachtagung

16.10.2012

Hilflos

Experten sprechen in Ingolstadt über die Situation der Opfer von Frauenhandel

Ingolstadt Das Thema „Frauenhandel“ erfährt in der Öffentlichkeit recht wenig Aufmerksamkeit. Dabei fallen weltweit jährlich bis zu zwei Millionen Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, Menschenhändlern zum Opfer – und das auch in Deutschland.

So wurden allein 2010 etwa 610 Fälle von Menschenhandel offiziell erfasst, die Dunkelziffer liegt laut Experten noch höher. Häufig werden die Opfer zur Prostitution gezwungen. Nur etwa jeder 100. kann befreit werden.

Die Situation der Opfer steht im Mittelpunkt einer großen Fachtagung am 17. Oktober im Spiegelsaal des Kolpinghauses Ingolstadt. Das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“, das Hilfswerk „Renovabis“ und die „Hans-Seidel-Stiftung“ versuchen juristische, politische und psychologische Fragen zu klären. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels und deren Umsetzung in nationales Recht.

Als Referenten konnten unter anderem die bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Emilia Müller, die stellvertretende Vorsitzende der „Hans-Seidel-Stiftung“ Prof. Ursula Männle sowie Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann gewonnen werden. Außerdem sprechen Vertreter mehrerer Hilfsorganisationen, Vereine, Fachberatungsstellen sowie der Polizei zu der Problematik. Die Veranstaltung beginnt morgen um 10 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr. Eine Anmeldung per E-Mail unter endres@hss.de ist erforderlich. (mitho)

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