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21. Schlossfest

24.06.2011

Historisches Spektakel rund um das Schloss Neuburg

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Das Herzstück des Neuburger Schlossfestes: Der Steckenreitertanz.

Das 21. Neuburger Schlossfest hat am Donnerstag begonnen. Mit einem Tanzspiel buhllten zum Auftakt Prinzen um die Gunst von Prinzessin Susanna.

Die Temperaturen nicht zu heiß und nicht zu kalt, die Gewänder und Instrumente auf Hochglanz poliert, die Gäste wie die Mitwirkenden bestens gelaunt – so sieht ein perfekter Schlossfest-Auftakt aus. Zielsicher steuerten die Fischergassler die Zillen mit dem „Hochadel“ an Bord zum Steg beim Donaukai. Allen voran stürmte Hofnarr Sepp Egerer übermütig die Posttreppe hinauf. So manche Dame, die es ihm gleichtun wollte, stolperte dabei beinahe über ihr allzu langes Kleid.

Der erste Schluck aus dem Kelch gebührte Susanna

„So lasst uns nun in Gottes Namen beginnen!“, hieß es, als endlich alle Fest- und Ehrengäste angekommen und begrüßt waren. Dann gebührte Prinzessin Susanna der erste Schluck aus dem Kelch. Anschließend zogen die Mitwirkenden in einem endlos wirkenden bunten Festzug durch die Stadt. Vom Donaukai ging es über die Luitpoldstraße den Stadtberg hinauf bis zum Schlosshof. Dabei „stachen“ vor allem die Landsknechte mit ihrem Igel wieder besonders heraus und ernteten allseits großen Jubel. Die Prinzen Ottheinrich und Philipp und Prinzessin Susanna wurden indes nicht müde, dem begeisterten Volk zuzuwinken.

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Tanz, Reiter und Spektakel auf dem Schlossfest
Bild: Xaver Habermeier / manfred Reichl

Grüße vom windigen Schlossbalkon an die Gäste

Im Schlosshof fanden sich schließlich hunderte Zuschauer ein, die die Festgesellschaft empfingen. Während die Businenbläser noch eher zaghaft die Eröffnung des Festes ankündigten, blies der Fanfarenzug Ottheinrich dann unüberhörbar durch die ganze Stadt. Die Hoftänzer zeigten sich in ihren prächtigen Gewändern und auch der Madrigalchor sandte vom Schlossbalkon aus seinen Gruß an die Gäste, bevor Stadtoberhaupt Bernhard Gmehling das Wort erhob, dem auf dem Schlossbalkon ein frischer Wind um die Nase wehte. Er erklärte das 21. Neuburger Schlossfest, das durch „des Bürgers Fleiß“ entstanden sei, für eröffnet: „Es lebe Neuburg, unsere ewig junge Stadt!“

Das Volk antwortete mit einem dreifachen „Jungpfalz Vivat hoch“, bevor die Fahnenschwinger das Herzstück des Festes einläuteten: Die Reigenkinder empfingen die Steckenreiter auf der großen Bühne im Schlosshof. Dort machten Ottheinrich und Philipp mit ihrem Gefolge der Prinzessin ihre Aufwartung. Beim Rossballett zur Musik von Paul Winter lieferten die Mädchen der Städtischen Tanzschule eine perfekte Choreographie ab.

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Schlossfest: Einzug der Mitwirkenden
Bild: Gloria Brems

Nach dem Vorbild eines ritterlichen Turniers buhlten die Prinzen beim Tanzspiel um die Gunst Susannas. Zunächst wandte sich die Gesellschaft erschrocken ab, als Ottheinrich den Bruder verletzte, doch schließlich ging Ottheinrich als verdienter Sieger aus dem Kampf hervor – das Publikum belohnte die Prinzen mit hocherfreutem „Handgeklapper“. Im Anschluss an den Steckenreitertanz schwärmten tausende Aktive und Gäste hinaus in die Gassen, um sich gegenseitig in den Gewändern zu bewundern und sich mit Rahmflecken und Johannisbeerwein zu stärken. Auch Regenschauer taten der guten Stimmung am Eröffnungstag keinen Abbruch. 21. Schlossfest in Neuburg

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