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Fest zum Reinen Bier

27.04.2015

Hoch lebe das Reinheitsgebot!

Alles hergehört! Oswin Dotzauer verkündet als Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot.
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Alles hergehört! Oswin Dotzauer verkündet als Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot.

Bei Getrommel und Dudelsackklängen wurde ausgiebig gefeiert

Ochsengalle, Bilsenkraut oder Eichenrinde: Was so mancher Bierbrauer vor dem Reinheitsgebot in sein Gebräu kippte, dreht einem schon beim bloßen Gedanken daran den Magen um. Die Bevölkerung war nicht nur unzufrieden damit, sondern wurde auch krank davon. Und so erließ Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1516 mit dem Reinheitsgebot eines der ältesten und bis heute gültigen Lebensmittelgesetze der Welt. Darin verfügte er, dass nur Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung verwendet werden dürfen.

In Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis feierte man in Ingolstadt nun schon zum zweiten Mal das „Fest zum Reinen Bier“ in der Altstadt – als Nachfolgeveranstaltung des „Georgifestes“. Frühsommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein veranlassten schon am Freitag viele hundert Menschen dazu, sich den Festum-zug anzusehen.

Als dann schließlich Oswin Dotzauer in der Rolle des Herzogs die Bühne betrat und das Reinheitsgebot verlas, waren die Bänke in den Biergärten rund um die Hohe Schule bis auf den letzten Platz besetzt. Durchwachsener war das Wetter dann am Samstag, wobei trotzdem wieder viele Besucher unbeirrt zum Fest strömten. Und auch am Sonntag war einiges los, um die Hohe Schule herum, in der Doll- und der Kanalstraße.

Sieben Brauereien und zahlreiche Gastronomiebetriebe lockten auf dem Fest mit einem breiten Angebot rund um den Gerstensaft. Ganze Biermenüs konnten verkostet werden. Außerdem gab es zahlreiche Schankbuden, liebevoll dekoriert im Stil der damaligen Zeit – und natürlich viele Biervarianten, ausgeschenkt in historischen Krügen.

Vor allem das Rahmenprogramm aber war es, das das Fest zu einem mittelalterlichen Erlebnis machte. Spielleute zogen durch die Biergärten, zeigten den Besuchern ihr Können und sorgten für gute Unterhaltung. Ebenso wie zahlreiche Gaukler, Zauberkünstler und gewandete Darsteller – allen voran die Ingolstädter Stadtwache, die durch ihre Anwesenheit dem Fest das richtige Flair verliehen.

Höhepunkte für alle Liebhaber mittelalterlicher Musik waren sicherlich die Auftritte der Gruppen „Zackenflanke“ und „Furunkulus“, die mit Trommeln und Dudelsackklängen das Publikum begeisterten. Und so war vor allem am Abend die Stimmung auf dem Fest besonders ausgelassen.

Wer schon auf dem „Fest zum Reinen Bier“ Gefallen an der Verkostung verschiedener Bierspezialitäten gefunden hat, für den bietet sich bald ein Besuch der „Biergenusstage“ an: Diese finden kommende Woche vom Freitag, 1. Mai, bis zum Sonntag, 3. Mai, im Klenzepark in Ingolstadt statt.

Die Auftritte der Gruppen „Zackenflanke“ und „Furunkulus“ gehörten zu den Höhepunkten

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