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Neuburg

20.04.2015

Höhenflug der Blasmusik

Auch das Jugendblasorchester unter der Leitung von Markus Haninger überzeugte.

Vorstufenensemble, Jugendblasorchester und Stadtkapelle Neuburg ließen ihr Publikum im siebten (Musik-)Himmel schweben

Neuburg In der gut gefüllten Parkhalle waren die Zuhörer dem Himmel ganz nah – was Stückauswahl und musikalische Umsetzung betraf. Beim Frühjahrskonzert begeisterten Vorstufenensemble, Jugendblasorchester und Stadtkapelle mit Klängen aus fernen Ländern und der bayerischen Heimat.

Zu „Just a closer walk with thee“ lud das Vorstufenensemble ein. Unter der Leitung von Markus Haninger stellte es eindrucksvoll sein Können unter Beweis, als es in „Serengeti – An African Rhapsody“ die nicht einfachen Rhythmen der Buschtrommeln meisterte. Beeindruckend zu hören, wie die zum Teil erst neun Jahre alten Musiker klangvoll und klar den „Ruetz Marsch“ zum Besten gaben. Die schon professionell agierenden Moderatoren Lukas Unger und Annika Schwarz wurden für das Jugendblasorchester von Hilde Thim und Anselm Tröger abgelöst.

Schwungvoll und immer präzise

Ob „Hawai Five-O“, „Fridericus-Rex-Grenadiermarsch“ oder „Mussinan-Marsch“, Markus Haninger trat mit einem schwungvoll und immer präzise agierenden Jugendblasorchester auf, das sowohl Film- als auch Marschmusik in ihrem Charakter genau traf. Das galt auch für große Klassiker: Rockige und nachdenklich-sanfte Töne wechselten sich bei „Queen in Concert“ ab, das rhythmisch anspruchsvolle „Africa“ von Toto präsentierte das Jugendblasorchester mit Bravour. Schließlich unternahm es in „Voyage into the Blue“ eine Reise ins Blau des Himmels, optisch unterstützt durch die von Fabian Mnich gestaltete Powerpointpräsentation.

Schwebende Klänge durch Querflöten und Chimes entführten in den Himmel, helle Trompeten ließen das Strahlen der Sonne erklingen. Präzise Tempi, ausgestaltete Dynamik und abwechslungsreiche Klangfarben machten das Stück zu einem Genuss und auch Dirigent Markus Haninger hatte „die Augen geschlossen“. 1. Vorsitzender der Stadtkapelle Nino Alfke verabschiedete damit Oberst Frank Gräfe im Namen aller Musiker.

Nach der Pause stand eine „Reise durch das Repertoire der Stadtkapelle“ laut den Moderatoren Stefanie Hartmann und Thomas Brunner an. Anfang und Ende waren traditionell mit dem Aeronauten- und dem Astronautenmarsch gestaltet, zwischendurch bereiste die Stadtkapelle den Himmel im Hexentanz „La Tregenda“ auch mit dem Besen. Verschiedenste Stimmungen bildete Dirigent Alexander Haninger mit seinem Orchester bei „Three Times Blood“ ab: Während „Eisblut“ sich wie ein kalter Hauch über die Zuhörer legte, wandelte sich bei Erdenblut der Klang und endete strahlend in „Sonnenblut“ , das in ausgefeilten Tempowechseln und Dynamik die Energie der Sonne widerspiegelte.

Verstärkung vom Männergesangverein Aresing

Für „Hymn to Red October“ bekam die Stadtkapelle Verstärkung von einem 80-köpfigen Chor, bestehend aus dem von Martin Felber geleiteten Männergesangsverein Aresing, dem Kirchenchor Berg im Gau unter der Leitung von Alexander Haninger und dem von Mathilde Ahle geleiteten Frauenchor Langenmosen. Die schweren russischen Klänge zusammen mit dem sangesgewaltigen Chor sorgten bei den Zuhörern für Gänsehaut. Zudem waren einige Superstars zu Gast: Der King of Pop erstand mit „A Tribute to Michael Jackson“ wieder auf und war schmissig mit Soli von Lukas Lautenbacher an der Gitarre, Michael Kraus an der Trompete, Raphaela Stork und Markus Haninger am Saxophon dargebracht. Neil Diamond und Tom Jones traten als „Gentlemen of Music“ in Erscheinung und zum Schluss hatte Udo Jürgens alias Alexander Haninger im weißen Bademantel seinen Auftritt mit „Aber bitte mit Sahne“. Da konnte das Publikum nicht anders als beschwingt nach Hause zu schweben.

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