1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Hofgartenfest: Das ist 2020 geplant

Neuburg

09.09.2019

Hofgartenfest: Das ist 2020 geplant

In den Jahren ohne Schloßfest verwandelt das Hofgartenfest die Parkanlage am Altstadtberg zuverlässig in eine Festzone. 
Bild: Xaver Habermeier (Archiv)

Trotz knapper Finanzen soll es 2020 wieder ein Hofgartenfest geben. Für Besucher soll der Eintritt frei bleiben, dafür könnten andere Kosten steigen.

Das Hofgartenfest ist ein Publikumsmagnet. In den Jahren zwischen dem Schloßfest zieht es seit seiner Premiere im Jahr 2012 zuverlässig zehntausende Besucher in die Parkanlage am Altstadtberg. Im kommenden Jahr feiert das Fest, das sich bei den Bürgern zu einem festen Programmpunkt im städtischen Veranstaltungskalender gemausert hat, seine fünfte Auflage. Und steht finanziell dabei so knapp da wie noch nie. Grund dafür sind weggefallene Zuschüsse vom Freistaat Bayern.

„Bisher gab es für das Hofgartenfest einen Zuschuss im Rahmen der Städtebauförderung, der nun wegfällt“, bestätigt der städtische Pressesprecher Bernhard Mahler. Die Zuschüsse seien Einzelmaßnahmen gewesen, die dem Ziel gedient hätten, die Verbindung von oberer und unterer Altstadt zu fördern. Sie seien jedoch nicht auf Dauer angelegt gewesen. Daher müssten die Veranstalter des Hofgartenfests, die Stadt Neuburg und der Verein Stadtmarketing Neuburg, für das kommende Fest mit einem Minus von „mehreren tausend Euro“ planen, sagt Mahler.

Auch 2020 soll der Eintritt zum Hofgartenfest frei sein

Dennoch wollen die Veranstalter am Hofgartenfest festhalten. Das dreitägige Festival, das von Beginn an als innerstädtisches Event für die Jahre ohne Schloßfest geplant gewesen sei, sei bei heimischen Künstlern und Gastronomen sowie Besuchern sehr beliebt. „Uns ist wichtig, dass die Besucher beim Hofgartenfest weiterhin keinen Eintritt zahlen müssen“, betont Mahler. Die weggefallenen Zuschüsse sollen auf anderem Weg wieder hereingeholt werden. „Uns schwebt eine Anpassung in vielen Bereichen vor – dazu zählen die Standgebühr, Sponsorengelder und Ideen, die wir im Moment noch nicht öffentlich machen wollen“, sagt Mahler. Und stellte zugleich klar: „Die Gastronomen sollten weiter gutes Geld verdienen, müssen aber auch ihren Beitrag zum Bestehen des Hofgartenfestes leisten.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg
hofgartenfest (12).JPG
48 Bilder
Die besten Bilder vom Hofgartenfest in Neuburg
Bild: Xaver Habermeier

Unter Berücksichtigung dieser Maßgaben rechnen die Organisatoren mit Gesamtausgaben von 64.000 Euro, denen voraussichtlich Einnahmen von 27.000 Euro gegenüberstehen. Zusätzlich beteiligt sich das Stadtmarketing mit 5000 Euro am Hofgartenfest. Folglich würde sich ein Defizit von rund 32.000 Euro ergeben. Zum Vergleich: Beim vergangenen Hofgartenfest im Jahr 2018 lag das Defizit bei 30.000 Euro. Der Finanzausschuss entscheidet in der öffentlichen Sitzung am Dienstag, ob die nötigen Mittel für das kommende Jahr bereitgestellt werden.

Das ist beim Hofgartenfest 2020 geplant

Falls ja, ist das Hofgartenfest als dreitägiges Frühlingsfest im Mai 2020 geplant. Gefeiert werden soll von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 24. Mai. Für den Termin habe man sich bewusst entschieden, sagt Mahler – abhängig von Ferien, der Fußball Europameisterschaft und anderen großen Ankerveranstaltungen. „Wir wollen niemandem unnötig Konkurrenz machen.“ Keine Konkurrenz, sondern die Mehrkosten haben die Veranstalter davon abgehalten, das Hofgartenfest um einen Tag zu verlängern und den vorgelagerten Vatertag am Donnerstag, 21. Mai, mit in das Programm einzubinden. „Die Möglichkeit hätte bestanden, aber wir haben uns aus Kostengründen bewusst dagegen entschieden“, sagt Mahler.

Das Programm soll dennoch vielfältig ausfallen: Auf zwei Bühnen werden unterschiedliche lokale und regionale Kulturschaffende auftreten – von der Rockband bis zur Theatergruppe, vom Jazztrio über die Tanzgruppe bis hin zur Zauber- oder Kabarett-Einlage sei alles erlaubt, sagt Mahler. Bei der Vergabe der Gastronomie stünden die Kriterien Regionalität und Originalität im Vordergrund. Und weil das Hofgartenfest für ein einzigartiges Flair steht, soll sich dies auch bei der fünften Auflage in der optischen Gestaltung widerspiegeln. Dazu zählen ansprechende Gastronomie-Stände sowie eine ansprechende Illumination. Die detaillierte Planung soll nach der Freigabe des Projekts angegangen werden, sagt Mahler.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren