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Vohburg

20.06.2019

Hoher Besuch bei Bayernoil: Hubert Aiwanger auf Stippvisite in Vohburg

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Emsige Aktivitäten herrschen auf dem Gelände der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg. Seit Ende Mai wurde die Produktion in den unbeschädigten Teilen langsam wieder angefahren. Die durch die Explosion beschädigten Gebäude und Produktionsanlagen werden repariert, saniert oder neu aufgebaut. 
Bild: Manfred Dittenhofer

Nach der Explosion sind die Arbeiten in der Raffinerie teilweise wieder angelaufen. Das wollte sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger einmal genauer ansehen. 

Der bayerische Wirtschaftsminister interessiert sich sehr für die Bayernoil-Raffinerie in Vohburg und wie nach der Explosion im September 2018 die Wiederaufbauarbeiten dort laufen. Deshalb musste ihn die Geschäftsleitung von Bayernoil gar nicht erst lange bitten. Hubert Aiwanger fragte selbst um einen Besuchstermin an. Denn Ende Mai ist die Produktion dort teilweise wieder angelaufen.

Am Mittwoch schaute Aiwanger bei Bayernoil vorbei. Bei seinem Rundgang über das Raffineriegelände sprach er mit der Geschäftsleitung und auch mit den Mitarbeitern und unterstrich die Wichtigkeit dieser Anlage für den Industriestandort Bayern. „Ich habe mir die Wiederaufnahme der Produktion hier in Vohburg angesehen und bin sehr froh, dass es rasch aufwärts geht.“ Der Ausfall der Bayernoil-Produktion habe zu einem deutlichen Preisanstieg zum Beispiel bei Bitumen geführt. Aiwanger lobte die Zusammenarbeit der Behörden mit der Raffinerie. Allen voran die Kommune habe sich als verlässlicher Partner in schweren Zeiten gezeigt.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3. v. li.)machte sich ein Bild von der Lage bei Bayernoil in Vohburg: Mit dabei waren (v. li.) Vohburgs Bürgermeister Martin Schmid, der umweltpolitische Sprecher der Freien Wähler im bayerischen Landtag Benno Zierer, die Bayernoil-Geschäftsführer Michael Raue und Karl Strummer sowie der Leiter Technologie bei Bayernoil, Claus Schunk.
Bild: Manfred Dittenhofer

Explosion bei Bayernoil: Alle Schäden wurden oder werden noch reguliert

Vohburgs Bürgermeister Martin Schmid freute sich über das Lob des Ministers und betonte, dass mit dem Einsatz einer neutralen Gutachterin auch fast alle Schadensfälle zur Zufriedenheit der Betroffenen reguliert seien oder noch würden. Vohburgs Bürgermeister nutzte die Gunst der Stunde und wies den bayerischen Wirtschaftsminister auf einige Problemfelder vor Ort hin – zum Beispiel auf die gewünschte Umgehungsstraße von Irsching. Aiwanger nahm es augenzwinkernd zur Kenntnis. Bitumen gebe es ja dann wieder vor Ort.

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Der Wirtschaftsminister hob die Wichtigkeit der Produkte von Bayernoil für den Industriestandort Bayern hervor und freute sich über den Rückhalt aus der Kommune trotz der Verunsicherung der Bevölkerung. „Ich muss mich bei den Anteilseigentümern bedanken, dass sie an diesem Produktionsstandort weiter festhalten.“ Eine Zeit lang sei im Raum gestanden, dass man die Raffinerie nicht mehr anfahre. Dieser Gedanke sei aber schnell vom Tisch gewesen, so Aiwanger weiter. Diese Raffinerie sei wichtig für die Region, um auf kurzen Wegen mit Betriebsstoffen und Bitumen versorgt zu werden. Die Handhabung dieser Katastrophe zeige, dass man alles Menschenmögliche tue, damit ein solcher Vorfall nie mehr passiere. Der Freistaat stehe voll hinter den Entscheidungen der Geschäftsführung, die ihn, so Aiwanger, überzeugt habe, die Lage im Griff zu haben. Der Wiederaufbau komme gut voran. Momentan läuft die Produktion der Rohölverarbeitung auf rund 50 Prozent der Kapazität und soll bis Herbst weiter hochgefahren werden.

Die Produktion bei Bayernoil soll bis Herbst wieder komplett laufen

Die politische Unterstützung aus München kommt für die Raffinerie nicht nur aus dem Wirtschaftsministerium, wie der umweltpolitische Sprecher der Fraktion der Freien Wähler im Landtag, Benno Zierer, erklärte. Der Abgeordnete aus Freising sieht die Umweltauflagen alle erfüllt und die Produktion auf einem guten Weg.

Die Geschäftsführer von Bayernoil, Michael Raue und Karl Strummer, freuten sich über den Besucher aus München und sahen sich in ihrer Arbeit bestätigt. Für die beiden endlich wieder gute Nachrichten: Die Raffinerie produziert wieder. Derweil gehen die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten unvermindert weiter.

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