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23.06.2009

IG Metall: Eads braucht den Zuschlag für die Drohne

Ingolstadt/Manching (haju/nr) - Nach der Tranche III bei Eurofighter ist jetzt die Drohne von Eads ein Thema für die Gewerkschaft. Zu einem Bericht in "Handelsblatt.com" unter dem Titel "Drohnen-Anbieter kämpfen um Auftrag" nimmt jetzt auch der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Bernhard Stiedl, Stellung.

"Entscheidet sich die Politik gegen den Kauf der Drohne von Eads, ist der militärische Luftfahrtbau in Deutschland Geschichte", sagt Stiedl. Es gehe bei der Entscheidung um den Drohnen-Auftrag nicht nur um die Weichenstellung, ob die Europäer im Zukunftsmarkt der unbemannten Flugzeuge künftig eine eigenständige Rolle spielen oder auf Modelle aus den USA und Israel angewiesen sind. Sondern es gehe auch um das technologische Wissen und um die Arbeitsplätze.

Nach dem Eurofighter-Programm benötige der militärische Flugzeugbau in Deutschland den Drohnen-Auftrag. Komme dieser nicht, sei der Abbau von 10 000 Arbeitsplätzen unausweichlich, so die Gewerkschaft. Deren Ingolstädter Büro sieht dann auch weitere gravierende Auswirkungen auf den Standort Manching zukommen.

Die IG Metall fordert deshalb von der Politik den Kauf einer deutschen Drohne. Eads hat Deutschland, Frankreich und Spanien ein Angebot für die Entwicklung und den Bau eines unbemannten Aufklärungsflugzeugs mit dem Namen ,Talarion' vorgeschlagen. Die Auslieferung könnte 2015 beginnen.

IG Metall: Eads braucht den Zuschlag für die Drohne

Die Arbeitsplätze im eigenen Land nicht vergessen

Für den kurzfristigen Bedarf will die Bundeswehr jedoch von dem israelischen Hersteller IAI das sogenannte ,Heron'-Modell kaufen. Doch bei der Entscheidungsfindung beim Ankauf von unbemannten Fluggeräten sollte neben der ,Marktverfügbarkeit' auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die heimischen Arbeitsplätze nicht vergessen werden, fordert die Gewerkschaft.

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