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09.07.2010

IG Metall protestiert gegen das Sparpaket

Ingolstadt Einen ganzen Tag lang feiert die IG Metall Ingolstadt auf dem Paradeplatz und in der Ludwigstraße ihr 60-jähriges Bestehen.

Am Samstag, 10. Juli von 10 bis 17 Uhr zeigen die Metaller die betriebliche und örtliche Entwicklung der Gewerkschaft auf. Mit Aktionszelten in der Fußgängerzone sind die Betriebe Audi, Cummins, Conti Temic, EADS, Osram, Rieter, Schaeffler und Wacker vertreten. Die IG Metall-Jugend und die Handwerker der Verwaltungsstelle beteiligen sich ebenfalls.

An den Infoständen wird anschaulich dargestellt, wie sich die betriebliche Interessenvertretung und die IG Metall in den letzten 60 Jahren entwickelt haben und wie wichtig Mitbestimmung und eine im Betrieb fest integrierte IG Metall heute ist. Zum Verweilen lädt ein Biergarten mit Livemusik am Paradeplatz ein. Auch für kleine Gäste ist gesorgt, unter anderem mit Kinderschminken und Märchenerzählerin aufgebaut.

Der IG-Metall-Riese stemmt sich gegen die Leiharbeit

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Als besondere Attraktion ist ein "IG Metall-Riese" zum Thema Leiharbeit zu sehen. Leiharbeit steht aktuell zurecht wieder im öffentlichen Fokus. Derzeit wird nahezu jeder neue Arbeitsplatz durch Leiharbeiter besetzt. "Die gesetzlichen Regelungen machen Leiharbeiter zu Arbeitnehmern zweiter Klasse beim Einkommen und den Arbeitsbedingungen", so Erster Bevollmächtiger Johann Horn in einer Pressemitteilung.

Mit einer Unterschriftenaktion wird die IG Metall auch gegen das ungerechte Sparpaket der Bundesregierung protestieren. "Eine gerechte Verteilung der Krisenlasten verlange laut Horn, dass die Verursacher der Krise zur Bewältigung der entstandenen Kosten herangezogen werden. Gerecht bedeute, dass Besitzer hoher Vermögen und Bezieher hoher Einkommen auch ihren Beitrag leisten. Jetzt aber würden Arbeitslose, Alleinerziehende und Hartz IV-Empfänger abgestraft. Falsch sei, dass durch die Sparprogramme öffentliche Investitionen gekürzt werden. Der Staat verliere dadurch Gestaltungsmöglichkeiten und die dringend notwen-dige öffentliche Nachfrage werde dem Markt entzogen.

Die IG Metall fordert statt dem vorliegenden Sparpaket, einen nationalen Lastenausgleich, durch den die Lasten der Krise mit einer Abgabe auf Vermögen abgetragen werden. Eine stärkere Besteuerung hoher Einkünfte, soll Zukunftsaufgaben wie Bildung und Innovation finanzieren. Eine Finanztransaktionssteuer müsse die Verursacher der Krise in Haftung nehmen und Spekulationen erschweren. Und eine Gemeindefinanzreform solle die Einnahmebasis der Kommunen stärken.

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