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Kommunalwahl 2020 I

06.12.2019

„Ich habe Respekt vor diesem Amt“

Altbürgermeister Ernst Gebert gratulierte als Wahlausschussleiter der Kandidatin Ulrike Polleichtner zur Nominierung.  	Foto: Michael Geyer
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Altbürgermeister Ernst Gebert gratulierte als Wahlausschussleiter der Kandidatin Ulrike Polleichtner zur Nominierung. Foto: Michael Geyer

Ulrike Polleichtner und die Freien Wähler fordern den amtierenden Bürgermeister Georg Hirschbeck in Rennertshofen heraus – erneut. So wollen sie die Marktgemeinde in die Zukunft führen

Ulrike Polleichtner will es noch einmal probieren: Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 tritt sie erneut gegen CSU-Bürgermeister Georg Hirschbeck an. Von den 31 anwesenden Mitgliedern ihrer Ortsgruppe erhielt sie am Mittwochabend bei der Nominierungsversammlung im Stepperger Kegelheim nicht nur Unterstützung, sondern auch Beifall für ihre engagierte Bewerbungsrede. Die 54-jährige Justizverwaltungsfrau am Amtsgericht in Ingolstadt ist seit sechs Jahren Mitglied im Gemeinderat und Dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde. Daneben fungiert sie als Seniorenbeauftragte des Markts Rennertshofen und als zweite Vorsitzende des Seniorenbeirats im Landkreis.

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Ulrike Polleichtner bedankte sich für das wiederholte Vertrauen, stellte ihre Gründe für ihre Kandidatur vor und erläuterte ihre Pläne, Rennertshofen für die Zukunft fit zu machen: In ihrem Verständnis von Demokratie verdiene eine Wahl ihren Namen nur, wenn man eine Wahl habe. Dafür brauche es erstens mehr als einen Bewerber für ein Amt und zweitens eine Alternative. Die Freien Wähler als zweitstärkste Fraktion hätten die Pflicht, diese Alternative zu bieten. Um aber etwas Entscheidendes zu bewirken, bedürfe es mehr, als nur Gemeinderätin zu sein. Es sei nötig, als Bürgermeisterin auch über die Mehrheit im Gemeinderat zu verfügen. Wenn man Rennertshofen gut in die Zukunft bringen wolle, dürfe man gesellschaftliche Veränderungen nicht ignorieren und so tun, als könne man weitermachen wie bisher.

Rennertshofens Bedeutung als Kleinzentrum gelte es zu sichern. Bei der Versorgung mit Friseuren etwa werde es enger, eine große Gastwirtschaft fehle völlig. Diesem schleichenden Prozess müsse man mit aller Kraft entgegentreten, um nicht zur Schlafstadt zu verkommen. Als große Herausforderung der Zukunft sah sie den demografischen Wandel. In ihrer Funktion als Seniorenbeauftragte sei Ulrike Polleichtner mit vielen Themen und Problemen des Alltags in Kontakt gekommen, die den „Jungen“ gar nicht auffielen. Dabei ging es gar nicht um den „großen Wurf“, sondern um „Kleinigkeiten“, die den Alltag für Senioren aber erleichterten: eine Sitzbank an der Bushaltestelle, eine öffentliche Toilette in der Nähe der Kirche oder Friedhofswege, die für Rollatoren geeignet sind. Im gleichen Maß wie man an Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen denke, müsse man auch an steigende Zahlen von Senioren denken und Einrichtungen schaffen, die ein Leben im Alter ermöglichen. Als weitere Themen führte die Kandidatin Wohnungsnot, bezahlbaren Wohnraum und Leerstände in den Ortskernen an.

Ihre Vorstellungsrede schloss Ulrike Polleichtner mit den Worten: „Ich habe Respekt vor diesem Amt, aber ich habe keine Angst davor. Für mich wird das kein Job sein, ich werde mich mit aller Kraft für unser Rennertshofen und seine Bürger einsetzen.“ Ebenso wie Peter von der Grün, Ludwig Bayer und Gerhard Göbel wird die 54-Jährige für den Kreistag kandidieren.

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