1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Im Pfarrhaus sitzt das „Gedächtnis der Pfarrei“

Karlshuld

11.11.2019

Im Pfarrhaus sitzt das „Gedächtnis der Pfarrei“

Vor dem neu sanierten Pfarrhaus versammelten sich nach dem Gottesdienst viele Kirchgänger, um die Einweihung mit Häppchen und Getränken zu feiern.
5 Bilder
Vor dem neu sanierten Pfarrhaus versammelten sich nach dem Gottesdienst viele Kirchgänger, um die Einweihung mit Häppchen und Getränken zu feiern.
Bild: Dieter Graf

In Karlshuld wird der Umbau des Pfarrhauses feierlich eingeweiht. Aus einem Wohnhaus mit zwei Pfarrbüros ist ein modernes Verwaltungsgebäude geworden.

Ein knappes Jahr war das Pfarrhaus in Karlshuld umgebaut und saniert worden. Rund 850.000 Euro hat die Diözese Augsburg in die Arbeiten gesteckt, damit das Haus aus den 1960er Jahren wieder tipptopp dasteht. Am Samstag erhielt das Pfarrhaus nun den kirchlichen Segen und stand darüber hinaus einen Abend lang allen Interessierten zur Besichtigung offen.

Haben sich für den Umbau des Pfarrhauses eingesetzt: Kirchenpflegerin Angelika Dieck und ihr Vorgänger Franz Meier.
Bild: Dieter Graf

Und diese Gelegenheit nahmen viele Karlshulder wahr. Obwohl dieser kühle Novemberabend nicht gerade für ein Meet and Greet im Freien gemacht war, trafen sich nach dem Gottesdienst doch viele Kirchgänger vor dem Pfarrhaus, wo ein Buffet aufgebaut war und an den Stehtischen gegessen, getrunken und geratscht werden konnte. Natürlich war zuvor ein Rundgang durch die Räume des Pfarrhauses Pflicht. Dieses hat sich nach dem Umbau von einem Wohnhaus mit nur zwei Pfarrbüro-Räumen in ein Verwaltungsgebäude verwandelt. Im Erd- und Obergeschoss ist nun genügend Platz für Büroarbeiten, Sitzungen und private Gespräche zwischen dem Pfarrer und den Pfarrgemeindemitgliedern aus Karlshuld, Weichering und Lichtenau. Darüber hinaus wurde das Dachgeschoss ausgebaut, in dem seit September Kaplan Amos Emberga Mbachie wohnt und wo es zusätzlich auch Platz für einen Gast gibt.

Karlshuld: Im Pfarrhaus sitzt das Gedächtnis der Pfarrei

Bevor jedoch das Haus (fast) all seine Türen öffnete, feierte die Pfarrgemeinde einen festlichen Gottesdienst in St. Ludwig. In seiner Festpredigt nannte Domkapitular Andreas Magg aus Augsburg das Pfarrhaus als wichtigen Teil der Kirchengemeinschaft: Es sei nicht nur ein Ort, wo sich Menschen treffen und zusammen feiern könnten, sondern in dem auch das „Gedächtnis der Pfarrei“ sitze, weil dort alle Daten zu Taufen, Eheschließungen und Todesfällen zu einem „lebendigen Geschichtsbuch“ zusammenfließen würden. Den Gottesdienst nutzten auch Kirchenpflegerin Angelika Dieck, Bürgermeister Karl Seitle und Architekt Felix Denzinger, um den Umbau aus ihrer Sicht Revue passieren zu lassen. So betonte etwa Seitle, dass sich ein Neubau – entgegen allen Unkenrufen – mit den 850.000 Euro, die die Sanierung am Ende kostete, nicht hätte realisieren lassen. Für Angelika Dieck war der Umbau, der im September 2018 begann, quasi ein Familienprojekt, in das sie auch Mann und Kinder einbezog. „Wir sind froh, dass wir sie haben“, bedankte sich deshalb Pfarrer Paul Igbo bei ihr.

Das symbolische Band zur Einweihung des Pfarrhauses durchschnitten (von links) Kaplan Amos Emberga Mbachie, Domkapitular Andreas Magg, Bürgermeister Karl Seitle, Dekan Werner Dippel, Kirchenpflegerin Angelika Dieck, Pfarrer Paul Igbo, Architekt Felix Denzinger, der evangelische Pfarrer Johannes Späth und Diakon Hubert Seitle.
Bild: Dieter Graf

Den richtigen Ton trafen an diesem Abend auch die Blaskapelle Karlshuld und der Projektchor unter der Leitung von Martina Winter und Sabine Moosheimer. Sie gestalteten die Einweihung musikalisch mit.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren